Projekt in Argentinien:
Von Pierer weist Schmiergeld-Vorwürfe zurück
20.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«Den Ausspruch Soldaten von Siemens habe ich nie benutzt. Das ist auch nicht meine Terminologie», sagte Pierer der «Welt am Sonntag» zufolge. Weder die Münchner Staatsanwaltschaft wollte diese Berichte auf Anfrage kommentieren noch ein Siemens-Sprecher. Dieser verwies auf die laufenden Ermittlungen in der Schmiergeld-Affäre.
Am Freitag hatten die Staatsanwälte auf Wunsch des früheren Konzernchefs ein Gespräch mit von Pierer und seinen Anwälten geführt, wie der Sprecher der Anklagebehörde, Christian Schmidt-Sommerfeld, der AP am Samstag sagte. Das Gespräch soll am Montag fortgesetzt werden. Zum Inhalt des Gesprächs wollte Schmidt-Sommerfeld nur sagen, es gehöre «in den Komplex der Siemens-Korruptionsaffäre». Bei dem Argentinien-Fall handelt es sich laut «Spiegel Online» um einen Auftrag zur Lieferung von Technik für elektronische Personalausweise im Jahr 1998 mit einem Volumen von einer Milliarde Euro. Dieses Projekt sei nach einem Regierungswechsel gestoppt worden und habe mit Schmiergeld «wieder in Gang» gebracht werden sollen, berichtete das Magazin. (AP)

