Quartalszahlen des Internetkonzerns: 

netzeitung.deGoogle überrascht mit kräftigem Gewinnsprung

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Die Aktie schoss 17 Prozent nach oben (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Aktie schoss 17 Prozent nach oben
Foto: AP
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Der Internetkonzern übertrifft alle Prognosen und steigert seinen Überschuss im ersten Quartal um 30 Prozent. Die US-Konjunkturflaute scheint an Google spurlos vorübergegangen zu sein.

Im ersten Quartal hat der Internetkonzern Google seinen Gewinn um rund 30 Prozent auf 1,31 Milliarden Dollar gesteigert. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr sogar um 42 Prozent auf 5,19 Milliarden Dollar (3,27 Milliarden Euro). Google widerlegte damit klar Befürchtungen, unter der US-Konjunkturflaute deutlich zu leiden.

«Wir sind für 2008 und darüber hinaus sehr gut aufgestellt - unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld», betonte Konzernchef Eric Schmidt am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss in Mountain View (Kalifornien). Besonders auf den internationalen Märkten sieht der Konzern noch ein «riesiges Wachstumspotenzial». Über die Hälfte seiner Umsätze erzielt Google inzwischen außerhalb des Heimatmarktes.

Der Konzern übertraf mit seinen Zahlen die Analystenschätzungen bei weitem. Die Aktie schoss nachbörslich um mehr als 17 Prozent auf über 525 Dollar nach oben. Mitte vergangenen Jahres lag der Kurs aber schon einmal bei knapp 750 Dollar. Mit Google überraschte nach Intel und IBM ein weiteres Schwergewicht der Technologiebranche die Märkte positiv angesichts der grassierenden US-Rezessionsängste.

Analysten hatten sich zuletzt massiv um Googles Wachstum im Kerngeschäft mit der Online-Suche gesorgt. Doch die für Googles Erlöse entscheidende Zahl der bezahlten Klicks auf Suchanzeigen stieg im ersten Quartal um rund 20 Prozent. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr deutlich.

Google dominiert den weltweiten Markt für Textanzeigen rund um die Web-Suche. Der Konkurrent Yahoo testet gerade die Auslagerung seiner Suchanzeigen zu Google. Die Kooperation wäre ein Affront gegen den Softwarekonzern Microsoft, der Yahoo derzeit übernehmen und damit den Erzrivalen Google schärfer attackieren will. (dpa)