17. Apr 2008 15:29
Einen zweistelligen Millionenbetrag hatte Siemens angeblich gezahlt, um eine Konkurrenz zu etablierten Gewerkschaften aufzubauen. Ein womöglich beteiligter Ex-Vorstand soll nach Meinung des Konzerns dafür haften.
Wie der Nachrichtenagentur AP aus unternehmensnahen Kreisen zugetragen wurde, drohen Feldmayer und Schelsky Rückforderungen in zweistelliger Millionenhöhe. Der Aufsichtsrat werde über die geplante Klage bei seiner nächsten Sitzung Ende April informiert, schrieb die Zeitung. Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren, sagte aber, das Unternehmen prüfe grundsätzlich Schadenersatzansprüche. Der «Süddeutschen Zeitung» zufolge soll der frühere Gewerkschaftsfunktionär Schelsky von Siemens insgesamt etwa 50 Millionen Euro erhalten haben. Weil viele der Zahlungen aber bereits verjährt seien, könne Siemens nur noch etwa 15 Millionen zurückfordern.