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Affäre um Alternativgewerkschaft AUB: 

Siemens fordert Schadenersatz von Ex-Manager

17. Apr 2008 15:29
Die Siemens-AUB-Affäre wird bald vor Gericht verhandelt
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Einen zweistelligen Millionenbetrag hatte Siemens angeblich gezahlt, um eine Konkurrenz zu etablierten Gewerkschaften aufzubauen. Ein womöglich beteiligter Ex-Vorstand soll nach Meinung des Konzerns dafür haften.

In der Siemens-Affäre um verdeckte Zahlungen an die Alternativgewerkschaft AUB will der Konzern laut einem Bericht mehrere Millionen Euro Schadenersatz geltend machen. Wie die «Süddeutsche Zeitung» am Donnerstag berichtete, sollen der ehemalige Konzernvorstand Johannes Feldmayer und der frühere AUB-Chef Wilhelm Schelsky dem Konzern insgesamt bis zu 15 Millionen Euro zahlen.

Wie der Nachrichtenagentur AP aus unternehmensnahen Kreisen zugetragen wurde, drohen Feldmayer und Schelsky Rückforderungen in zweistelliger Millionenhöhe. Der Aufsichtsrat werde über die geplante Klage bei seiner nächsten Sitzung Ende April informiert, schrieb die Zeitung.

Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren, sagte aber, das Unternehmen prüfe grundsätzlich Schadenersatzansprüche. Der «Süddeutschen Zeitung» zufolge soll der frühere Gewerkschaftsfunktionär Schelsky von Siemens insgesamt etwa 50 Millionen Euro erhalten haben. Weil viele der Zahlungen aber bereits verjährt seien, könne Siemens nur noch etwa 15 Millionen zurückfordern.

Feldmayer soll Millionenzahlungen gewährt haben

Der frühere Konzernvorstand Feldmayer wird verdächtigt, Schelsky über einen Beratervertrag Millionenzahlungen gewährt zu haben. Nach Ansicht der Nürnberger Staatsanwaltschaft war das Geld für den Aufbau der Siemens wohlgesonnenen Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) bestimmt, um ein Gegengewicht zur IG-Metall aufzubauen.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth will laut der Zeitung noch im Frühjahr Anklage gegen Feldmayer und Schelsky erheben. Dem Ex-Siemens-Vorstand werfen die Ermittler Untreue von Konzernvermögen vor, gegen Schelsky wird wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Untreue ermittelt. (AP)


 
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