08. Apr 2008 08:25
Aus «akuten gesundheitlichen Gründen» hat die KfW-Chefin aufgehört. So lautet die offizielle Version. Deutlicher wird die ehemalige SPD-Politikerin in einem internen Papier.
Retter und Täter seien bewusst verwischt worden. Der Vorstand der KfW sei durch manche Institution der Kreditwirtschaft schlecht geredet worden, die damit von ihrer Mitverantwortung ablenken wolle. Hinzu komme das «Hin und Her zwischen zwei Ministerien» sowie «das offensichtliche Misstrauen von Teilen der Politik gegenüber einer starken Förderbank.» Daraus schließt Matthäus-Maier: «Ich habe daher nicht länger die Absicht den Kopf für Fehler hinzuhalten, die andere gemacht haben.»Die KfW hatte nach der Krise der Mittelstandsbank mit riesigen Krediten aushelfen müssen. Matthäus-Maier war deshalb besonders von Unions-Seite scharf kritisiert worden. (nz)