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Folge der Finanzkrise: 

Der Absturz der IKB

07. Apr 2008 16:58
Gebäude der IKB in Düsseldorf
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Die Mittelstandsbank IKB hat sich auf dem US-Immobilienmarkt verspekuliert: Nur dank milliardenschwerer Hilfspakete konnte sie vor der Pleite gerettet werden. Die Hauptlast trägt der Staat.

Mit Rettungspaketen von mehr als acht Milliarden Euro bewahrten die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Bund und Banken die Mittelstandsbank IKB vor dem Zusammenbruch. Die in Düsseldorf ansässige IKB war im Zuge der US-Immobilienkrise im vergangenen Jahr in raue See geraten. Die Bank ist über ihre Zweckgesellschaft Rhineland Funding tief in diese Krise verstrickt.

Über Zweckgesellschaften können Gemeinschaftsprojekte wie der Bau eines Bürozentrums im dreistelligen Millionenbereich laufen - oder eben, wie im aktuellen Fall, Hypothekenanleihen aus dem Subprime-Bereich, also Kredite an weniger zahlungskräftige Kreditnehmer.

Ende Juli 2007 sprang die staatliche KfW-Bankengruppe, mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent Großaktionärin der IKB, der angeschlagenen Bank mit einer Kreditlinie von 8,1 Milliarden Euro zur Seite und übernahm auch 2,5 Milliarden Euro einer Risikoabschirmung. Mitte Februar dieses Jahres erklärte sich der Bund bereit, über die KfW eine weitere Milliarde nachzuschießen, auch die Privatbanken sollten frisches Geld beisteuern. Im Falle eines Konkurses wären nach damaligen Angaben von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) Einlagen im Volumen von 24 Milliarden Euro vom Verlust bedroht.

IKB-Anteile sollen verkauft werden

Auf der IKB-Hauptversammlung Ende März 2008 wies der Aufsichtsrat jegliche Verantwortung für die Milliarden-Verluste des Instituts am US-Hypothekenmarkt von sich. Bis zur Bekanntgabe der Fehlspekulationen im Juli 2007 hätten dem Aufsichtsrat bekannte Prüfungen keinerlei Hinweise auf Risiken ergeben. Über Probleme mit zweitklassigen US-Krediten sei das Gremium erst zu spät durch den damals amtierenden Vorstand informiert worden, hieß es.

Um das Vertrauen der Aktionäre wieder herzustellen, erklärten Aufsichtsrat und Vorstand, eine von der Bundesregierung vorgeschlagene Sonderprüfung unterstützen zu wollen. Ende Januar 2008 kündigte KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier an, ihre Bank treibe nach der Rettungsaktion vom Sommer den Verkauf ihres IKB-Anteils an. (AP)

 
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