Desaster beim Datenschutz: 

netzeitung.deHSBC verschludert tausende Kundendaten

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Wieder einmal kamen in Großbritannien massenweise Daten abhanden (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wieder einmal kamen in Großbritannien massenweise Daten abhanden
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Namen, Geburtsdaten und Versicherungsdetails: All diese heiklen Informationen finden sich auf einem Datenträger, der bei einem Transport verschwand. Jetzt droht wegen der Schlamperei eine Millionenstrafe.

Eine CD mit den Daten von 370.000 Kunden ist beim englischen Kreditinstitut HSBC verloren gegangen. Auf dem Datenträger seien Namen, Geburtsdaten und Versicherungsdetails der Kunden gewesen, teilte die Bank am Montag in London mit.

Demnach ging die CD vor rund vier Wochen verloren, als sie per Kurier von einer Filiale in Southampton zu einem Rückversicherer geschickt wurde. Ein Sprecher betonte, es seien keine Finanzdetails über Bankkonten oder Adressen auf dem Datenträger, «die Möglichkeit, dass jemand damit Betrug begehen kann, ist sehr gering». Die Daten seien zudem mit einem Passwort geschützt.

Die Finanzaufsicht FSA sei informiert worden. HSBC, der größten Bank des Vereinten Königreichs, droht eine Millionenstrafe, falls die FSA mangelnden Datenschutz beanstandet. Die FSA hatte zuvor die Bausparkasse Nationwide und die Versicherung Norwich Union mit hohen Strafen belegt.

Erst im vergangenen Jahr hatte die britische Steuerbehörde CDs mit Daten wie Versicherungsnummern, Bankdetails, Adressen und Namen von 25 Millionen Kindergeldempfängern verloren. Die CDs waren ebenfalls mit einem Kurier verschickt worden und sind bisher noch nicht aufgetaucht. Seitdem kamen mehrere Datenverluste hinzu: So wurde unter anderem ein Laptop mit den Daten von Armeebewerbern gestohlen, auch Daten von Millionen Führerscheinbewerbern gingen bereits verloren. (dpa)