25. Mrz 2008 09:14
Bis vor kurzem hatte die Commerzbank beste Chancen, nach der Postbank zu greifen. Doch im Licht der jüngsten Finanzkrise bevorzugt der Bund als größter Einzelaktionär offenbar einen Verkauf an die Allianz.
Bei einem Zusammenschluss von Dresdner und Postbank entstünde mit rechnerisch 21 Millionen Kunden die mit Abstand größte Filialbank Deutschlands. Allerdings sei noch keine Entscheidung gefallen. Als sicher gelte, dass der Bund die entscheidende Rolle spielen wird, wenn es um den Zuschlag geht, da er der größte Einzelaktionär der Deutschen Post ist. Post, Postbank, Allianz und Dresdner Bank lehnten dem Bericht zufolge eine Stellungnahme ab. Bis vor einigen Wochen habe das Finanzministerium noch die Commerzbank favorisiert. Mittlerweile werde aber vermehrt die Frage gestellt, ob die Nummer zwei des Marktes vor dem Hintergrund der Finanzkrise einen Kauf der Postbank stemmen könnte, hieß es. Zudem bestehe bei Post und Bund die Sorge, dass ein fusioniertes, großes Privatkundeninstitut selbst zum Ziel eines ausländischen Instituts werden könnte. Die Commerzbank koste an der Börse aktuell gut elf Milliarden Euro und werde damit kaum höher bewertet als die Postbank. Die Allianz komme auf über 50 Milliarden Euro Börsenkapitalisierung. (dpa)