22. Mrz 2008 12:10
Weil die Branche in Deutschland der Entwicklung auf den Weltmärkten hinterherlaufe, müssen Autobauer laut Einschätzung des Experten massiv Stellen abbauen. Der schwache Dollar belastet zusätzlich.
Den Arbeitnehmern in der deutschen Automobilindustrie drohen erhebliche Stellenstreichungen. «Im Produktionsbereich werden bei den Autobauern nach unserer Einschätzung bis 2013 zwischen 15.000 und 20.000 Arbeitsplätze entfallen», schreibt der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer in einer Studie, wie die «Welt am Sonntag» berichtet.Die Einschätzung des Experten ist alarmierend: «Das Wachstum der deutschen Autobauer geht nach 2009 an Deutschland vorbei.» Die Kapazitäten im Inland müssten um 370.000 Fahrzeuge abgebaut werden. Das entspreche einer Autofabrik. Dudenhöffer begründet seine Prognose damit, dass künftig ein größerer Teil der Autos lokal in den Märkten Russland und USA gebaut werde. Derzeit werde die Nachfrage dort zumeist mit Exporten aus Europa gedeckt. Angesichts des schwachen Dollars und der hohen Einfuhrzölle in Russland belaste dies die Gewinnspanne der Hersteller erheblich. «Der Dollarkurs beschleunigt daher den Kapazitätsaufbau in den USA», so Dudenhöffer. (nz/AP)