Fredriksen strebt dem Bericht zufolge eine Abspaltung der Tui-Reedereitochter Hapag-Lloyd an. Bei einem so genannten Spin-Off würde die Reedereitochter als eigenständige Gesellschaft aus dem Mutterkonzern herausgelöst und könnte dann mit anderen Reedereien fusionieren. Das ist offenbar Fredriksens Ziel: In der Containerschifffahrt komme es auf Größe an, zitiert die «FTD» den Fredriksen-Vertrauten. Für Hapag-Lloyd – derzeit die Nummer fünf der Branche weltweit – könnte daher ein Zusammenschluss mit einer anderen Reederei Sinn ergeben.Eine Abstimmung auf der Hauptversammlung für eine Zerschlagung wäre ein Affront gegen Tui-Chef Michael Frenzel. Der hegt ganz andere Pläne: Früheren Berichten zufolge will Frenzel Hapag-Lloyd als eigenständige AG auflösen und in den Mutterkonzern eingliedern. Als Frenzels Fürsprecher gilt die Stadt Hamburg, die ein Interesse hat, die Schifffahrtstochter in der Hansestadt zu halten. Der Tui-Chef will den Sitz der Holding zudem nach Hamburg verlegen, wo Hapag-Lloyd heute schon sitzt.