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Rückkauf von Barilla möglich: 

Kamps zeigt Interesse an Kamps

04. Mrz 2008 14:27
Kamps ist Europas größter Backwarenhersteller
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Nur sechs Jahre nach der Übernahme sucht der italienische Nahrungsmittelkonzern Barilla einen Käufer für seine deutsche Backwarentochter Kamps. Ausgerechnet deren vorherigem Eigner juckt es in den Fingern.

Der Düsseldorfer Unternehmer Heiner Kamps hat Interesse an einem Rückkauf seiner ehemaligen Bäckereikette Kamps AG. «Kamps ist aus Sicht eines Food-Tech-Unternehmens grundsätzlich interessant», sagte Heiner Kamps der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Gespräche habe er allerdings noch nicht aufgenommen, schribt das Blatt.

Der italienische Barilla-Konzern hatte am Dienstag in Parma durchblicken lassen, dass er sein deutsches Tochterunternehmen Kamps sechs Jahre nach der Übernahme wieder verkaufen will. Mit der Verkaufsoperation sei die Bank Lincoln International mit Sitz in Frankfurt beauftragt worden. Jedoch gehe es bei dem Verkauf nur um die 920 Filialen sowie fünf Fabriken der Kamps Bakeries GmbH und nicht um das Industriegeschäft von Kamps Brot- und Backwaren mit Marken wie «Golden Toast» und «Lieken Urkorn».

«Handwerkliches Bäckereigeschäft zu betreiben ist nicht unser Kerngeschäft», sagte der Vorstandschef der Barilla-Gruppe, Robert Singer, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Wenn Barilla keinen besonderen Beitrag zur Entwicklung dieser Backwarenläden leisten könne, müsse jemand anderes diese Gelegenheit erhalten. Einen Nudelverkauf oder das Angebot von Nudelgerichten in den Bäckereiläden hatte Barilla von vornherein verworfen.

Die Verwaltung der Kamps-Verkaufsstellen gehöre nicht zum strategischen Geschäft von Barilla: Durch den Verkauf erhalte die deutsche Kette die Möglichkeit, ihre positive Entwicklung unter Leitung eines neuen Besitzers fortzusetzen, begründete Barilla die Entscheidung.

Kamps ist Europas größte Bäckerei-Gruppe. Firmengründer Heiner Kamps hatte das Unternehmen 1998 an die Börse gebracht. 2002 kaufte Barilla die Gruppe für 1,8 Milliarden Euro. Seine neue Gesellschaft Kamps Retail Food Investment (KRFI), zu der unter anderem die Schnellrestaurant-Kette Nordsee gehört, will Heiner Kamps zu einem Lebensmittelkonzern rund um Feinkost- und Cateringfirmen sowie Bäckereien ausbauen. Mitte 2007 hatte er den Feinkosthersteller Homann erworben. Bis 2010 soll KFRI auch durch den Kauf weiterer Firmen 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Nach Angaben von Branchenkennern würden die Kamps-Bäckereien gut zu dieser Gruppe passen. (nz/dpa)

 
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