Getty Images wurde 1995 von Mark Getty, einem Enkel des Ölmilliardärs John Paul Getty, gegründet. Die Bild- und Videoagentur ist durch Zukäufe rasch gewachsen, zu den Kunden gehören Medien und Werbeagenturen. Das Internet als riesiger Markt und günstiger Vertriebsweg brachte allerdings eine Vielzahl neuer Konkurrenten hervor. Im Web finden sich Sites, die Fotos oft für nur einen Dollar verkaufen, während Getty für manche - wenn auch qualitativ hochwertigere - Bilder teils mehr als 1000 Dollar verlangt. Größe Wettbewerber sind Jupitermedia und die private Agentur Corbis des Microsoft-Gründers Bill Gates.Im Januar hatte Getty mitgeteilt, man erwäge einen Verkauf des Unternehmens. Berichten zufolge war der Bieterwettbewerb aber nur zäh angelaufen – eine Übernahme ist angesichts der Krise an den Kreditmärkten derzeit weitaus schwerer zu finanzieren als früher. Dem Vernehmen nach waren aber einige private Beteiligungsgesellschaften an Getty interessiert.
Der Übernahme müssten die Aktionäre noch zustimmen und ihre Anteile verkaufen, teilte Getty weiter mit. Den Aktionären werde die Annahme der Offerte empfohlen. Das Geschäft soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Getty erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 807 Millionen Dollar, der Nettogewinn lag bei 130 Millionen Dollar. Der Käufer Hellman & Friedman ist auch in Deutschland bekannt: Die Private-Equity-Firma war zusammen mit Haim Saban am TV-Konzern ProSiebenSat1 beteiligt und hält Anteile am Axel-Springer-Verlag. (nz)