Trotz erneuten Konzernwachstums:
Continental streicht Tausende Jobs
21.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Kritik hagelt es bereits von Seiten der Gewerkschaft IG Metall. Sie hat den Autozulieferer vor Entlassungen und der Schließung von Werken gewarnt. Aktionärsinteressen dürften nicht der alleinige Maßstab der Unternehmenspolitik sein, sagte Bezirkschef Hartmut Meine am Donnerstag in Hannover. «Wer das will, hat mit erheblichem Widerstand der IG Metall zu rechnen». Die Gewerkschaft fordere Conti auf, den Restrukturierungsprozess ohne betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen zu gestalten. Ein Abbau von Arbeitsplätzen im Produktionsbereich sei nicht nachvollziehbar.
Wennemer sagte, das Unternehmen habe ohne die im Dezember gekaufte VDO im Jahr 2007 einen Umsatz von 15,96 Milliarden Euro erreicht. Das sind 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (Ebit) für die alte Continental verbesserte sich gegenüber 2006 um 14,9 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro. Den Beitrag von VDO im Dezember eingerechnet stieg der Conti-Konzernumsatz sogar um 11,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. Das Ebit verbesserte sich mit VDO um 4,6 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite für 2007 von 10,1 Prozent nach 10,8 Prozent im Vorjahr.
Für 2008 peilt der Conti-Chef abermals eine deutliche Steigerung von Umsatz und Gewinn an. Der Umsatz soll über den von Conti und VDO zusammen erreichten 26,4 Milliarden Euro liegen. Wir wollen ein Wachstum von etwa fünf Prozent erreichen«, so Wennemer. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) solle vor Abschreibungen und Integrationskosten dann über den 9,3 Prozent des Vorjahrs liegen. Alle VDO-Bereiche sollen so schnell wie möglich die Renditevorgabe von zehn Prozent erreichen. (nz/dpa-afx)

