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Handykonzern will Fabrik schließen: 

Chronologie: Kampf ums Nokia-Werk Bochum

18. Feb 2008 11:51
Eine Bochumer Nokia-Mitarbeiterin wischt sich Tränen aus dem Gesicht
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Seit Mitte Januar schweben die 2300 Mitarbeiter von Nokia in Bochum zwischen Hoffen und Bangen. Der Handyhersteller will das Werk schließen und die Produktion nach Osteuropa verlagern. Eine Chronologie.

15. Januar:
Nokia gibt überraschend bekannt, sein Bochumer Werk mit 2300 Beschäftigten schließen zu wollen. Damit stehen auch zahlreiche Zulieferer und rund 1000 Leiharbeiter vor einer ungewissen Zukunft.

16. Januar:
Nokia sieht sich durch die geplante Verlagerung der deutschen Handy-Produktion von Bochum nach Osteuropa einer Wut-Welle und Abzocke-Vorwürfen ausgesetzt.

17. Januar:
Nokia schließt Verhandlungen über eine Weiterführung seines deutschen Werkes aus. Die Entscheidung zur Schließung des Bochumer Standorts sei genau durchdacht, sagt eine Sprecherin.

18. Januar:
Weiterer Dämpfer für die Hoffnungen der Beschäftigten auf Rettung ihrer Jobs: Die Bundesregierung zeigt sich skeptisch, an der unternehmerischen Entscheidung rütteln zu können.

21. Januar:
Erstmals nach der Ankündigung der Werksschließung trifft sich die Nokia-Führung in Finnland mit Betriebsräten des Standortes und IG Metall-Vertretern.

22. Januar:
15.000 Menschen demonstrieren für den Erhalt des Bochumer Nokia-Werks.

24. Januar:
Nach der Hiobsbotschaft für das Bochumer Nokia-Werk präsentiert der Handyhersteller eine glänzende Bilanz. Im Jahr 2007 wurde ein Rekordgewinn von 7,2 Milliarden Euro erzielt.

28. Januar:
Erster Hoffnungsschimmer für die Beschäftigten: Ein Treffen zwischen Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo und Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) wird von der IG Metall und dem Betriebsrat als Erfolg gewertet.

30. Januar:
Nokia-Mitarbeitervertreter aus ganz Europa protestieren bei einem Treffen in Brüssel gegen die Schließungspläne für das Bochumer Werk.

6. Februar:
Nokia soll 41 Millionen Euro Subventionen für sein Bochumer Werk zurückzahlen. Das NRW-Wirtschaftsministerium fordert das Geld zurück, weil Nokia über Jahre hinweg zu wenige Arbeitsplätze geschaffen haben soll.

10. Februar:
Rund 6000 Menschen bilden eine Menschenkette um das Bochumer Werk, um gegen das geplante Aus für die Handyproduktion zu demonstrieren.

11. Februar:
Nokia eröffnet im rumänischen Jucu das Konkurrenz- Werk zu seinem Bochumer Standort.

12. Februar:
Die Schließung des Bochumer Nokia-Werks scheint besiegelt. Bei einem Treffen im finnischen Espoo lehnt das Management die Vorschläge des Betriebsrates zum Erhalt des Standorts als «nicht umsetzbar» ab.

14. Februar:
Für die Arbeiter im Nokia-Werk Bochum gibt es offenbar doch noch eine Hoffnung. Die nordrhein-westfälische Landesregierung und Nokia selbst hätten Anfragen von deutschen und ausländischen Investoren erhalten, teilen beide Seiten mit. (nz/dpa/AP)

 
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