14. Feb 2008 18:47
Um die von der Pleite bedrohte Mittelstandsbank zu sanieren, kalkuliert der Bund den erhofften Erlös aus dem geplanten Verkauf bereits mit ein. Die Gesamtausgaben belaufen sich demnach auf 2,3 Milliarden Euro.
Das Rettungspaket für die IKB ist laut einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Online-Ausgabe) noch größer als bislang bekannt. Insgesamt soll die Düsseldorfer Mittelstandsbank 2,3 Milliarden Euro von ihrem Haupteigner KfW erhalten, wie das Blatt aus Verhandlungskreisen erfuhr. Zuvor war die Rede von 1,5 Milliarden Euro, wovon der Bund 1,2 Milliarden übernehmen wollte. Die verbleibenden 300 Millionen sollten von Privatbanken stammen. Nun sei eine weitere Finanzspritze von 800 Millionen Euro aus dem geplanten Verkauf der IKB in das Rettungspaket einkalkuliert worden.Nach der neuerlichen Stützungszusage seien keine aufsichtsrechtlichen Schritte gegen die Mittelstandsbank IKB zu erwarten, berichtet die «FAZ» und zitiert dazu eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) mit den Worten: „Nach der Zusage des Bundes gibt es keinen Grund mehr für ein aufsichtsrechtliches Handeln gegen die IKB.“ Damit sei die Insolvenzgefahr offenbar vorerst gebannt. (nz)