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Übernahmeangebot von Microsoft: 

Yahoo-Aktionäre sind bereit zu einem Verkauf

13. Feb 2008 17:28
Die Aussichten von Yahoo auf eine Kooperation mit Google sinken
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Yahoo gerät nach seinem Nein zum Kaufangebot von Microsoft zunehmend unter Druck. Derweil kamen erneut Spekulationen auf, Yahoo könne mit dem Medienkonzern von Rupert Murdoch kooperieren.

Einer der größten Aktionäre des Internet-Konzerns Yahoo, der US-Vermögensverwalter Legg Mason, hält eine Übernahme durch den Softwareriesen Microsoft für gut möglich und zeigte wie schon andere Investoren grundsätzliche Bereitschaft zu einem Verkauf. Zugleich sinken Medienberichten zufolge die Aussichten von Yahoo auf eine Kooperation mit dem Suchmaschinen-Konzern Google zur Abwehr der Microsoft-Übernahme. Stattdessen kamen am Mittwoch neue Spekulationen über Gespräche zwischen Yahoo und Medienmogul Rupert Murdoch auf.

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Die Begeisterung Googles für eine Zusammenarbeit im Bereich Online-Suche und Internet-Werbung schwinde, berichtete unter anderem das «Wall Street Journal» am Mittwoch. Die wettbewerbsrechtlichen Hürden seien angesichts Googles Dominanz wohl zu groß. Beobachter halten zudem für möglich, dass Google nur auf Zeit spielte und die Übernahme für Microsoft so langwierig wie möglich gestalten will.

Unterdessen wurde erneut über eine Kooperation von Yahoo mit dem Medienmogul Rupert Murdoch spekuliert. Brancheninsider berichteten auf ihren Websites über Kontakte zwischen beiden Seiten. Demnach könnte das zu Murdochs News-Corp-Imperium gehörende Online-Netzwerk MySpace in Yahoo integriert werden und Murdoch dafür bei Yahoo einsteigen. Eine offizielle Gegenofferte zum Microsoft-Angebot hatte Murdoch allerdings erst in der vergangenen Woche ausgeschlossen.

Laut Yahoo-Großaktionär Legg Mason steigt die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme. «Es wird schwer für Yahoo, unabhängig zu bleiben», hieß es in einem Investoren-Brief der Gesellschaft. Microsoft müsse aber für einen Erfolg sein Angebot nachbessern. Der weltgrößte Softwarekonzern will mit seiner Offerte von ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (rund 30 Milliarden Euro) den bei der Online-Suche übermächtigen Rivalen Google verschärft angreifen.

Unterdessen begann Yahoo Berichten zufolge am Dienstag mit dem vor kurzem angekündigten Abbau von rund 1000 der weltweit insgesamt 14.300 Stellen. Der problembeladene Konzern stellt derzeit wegen sinkender Gewinne alle Aktivitäten auf den Prüfstand. Im Visier ist dabei besonders das Europa-Geschäft. (dpa)

 
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