11. Feb 2008 15:15, ergänzt 15:53
Um den Internetkonzern bahnt sich ein Übernahmepoker an, nachdem das Management die Offerte des Softwareriesen offiziell abgelehnt hat. Experten halten eine Nachbesserung durch Microsoft für denkbar.
Allerdings könnte Microsoft sein Angebot auch direkt den Yahoo-Aktionären unterbreiten. Damit würde eine feindliche Übernahme eingeleitet. Yahoo hatte zuletzt betont, das Unternehmen wolle gleichwohl Chancen ausloten, eigenständig zu bleiben. Der Internet-Pionier gilt seit einiger Zeit als Übernahmekandidat. Konkurrent Google hat Yahoo längst bei den Werbeeinnahmen überholt und nimmt in zwei Monaten so viel Geld ein wie Yahoo in einem ganzen Jahr. Der Kurs der Yahoo-Aktie war zuletzt auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen, der Gewinn des Unternehmens geht seit Ende 2006 beständig zurück.Yahoo-Chef Jerry Yang hatte unlängst die Streichung von rund 1000 der 14.300 Jobs bekannt gegeben. In der vergangenen Woche hatte sich Google diskret in den Übernahmpoker eingeschaltet. Google-Chef Eric Schmidt wollte kein Gegenangebot machen, deutete aber die Möglichkeit einer Partnerschaft an, um Yahoo vor dem Zugriff von Microsoft zu bewahren. (nz/AP/dpa)