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Yahoo lässt Microsoft abblitzen

11. Feb 2008 15:15, ergänzt 15:53
Findet Microsofts Angebot zu niedrig: Internetkonzern Yahoo
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Um den Internetkonzern bahnt sich ein Übernahmepoker an, nachdem das Management die Offerte des Softwareriesen offiziell abgelehnt hat. Experten halten eine Nachbesserung durch Microsoft für denkbar.

Das Online-Portal Yahoo hat das milliardenschwere Übernahmeangebot des Softwareriesen Microsoft offiziell abgelehnt. Mit der Offerte sei das Unternehmen deutlich zu niedrig bewertet, teilte Yahoo am Montag mit.

Microsoft hatte Anfang des Monats 31 Dollar je Yahoo-Aktie geboten und das Unternehmen dadurch mit 45 Milliarden Dollar (30 Mrd Euro) bewertet. Analysten halten ein höheres Angebot von Microsoft angesichts der prall gefüllten Kriegskasse des Konzerns für denkbar. Analysten rechnen damit, dass Microsoft seine Offerte um fünf bis zwölf Milliarden Dollar und damit auf knapp 57 Milliarden Dollar erhöhen könnte. Yahoo wolle mindestens 56 Milliarden Dollar oder 40 Dollar je Aktie sehen.

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Allerdings könnte Microsoft sein Angebot auch direkt den Yahoo-Aktionären unterbreiten. Damit würde eine feindliche Übernahme eingeleitet. Yahoo hatte zuletzt betont, das Unternehmen wolle gleichwohl Chancen ausloten, eigenständig zu bleiben. Der Internet-Pionier gilt seit einiger Zeit als Übernahmekandidat. Konkurrent Google hat Yahoo längst bei den Werbeeinnahmen überholt und nimmt in zwei Monaten so viel Geld ein wie Yahoo in einem ganzen Jahr. Der Kurs der Yahoo-Aktie war zuletzt auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen, der Gewinn des Unternehmens geht seit Ende 2006 beständig zurück.

Yahoo-Chef Jerry Yang hatte unlängst die Streichung von rund 1000 der 14.300 Jobs bekannt gegeben. In der vergangenen Woche hatte sich Google diskret in den Übernahmpoker eingeschaltet. Google-Chef Eric Schmidt wollte kein Gegenangebot machen, deutete aber die Möglichkeit einer Partnerschaft an, um Yahoo vor dem Zugriff von Microsoft zu bewahren. (nz/AP/dpa)

 
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