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Trotz Widerstands lässt Ballmer Yahoo nicht los

04. Feb 2008 12:10, ergänzt 16:30
Microsoft stemmt sich gegen Googles Widerstand bei Yahoo-Übernahme
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Microsoft-Chef Ballmer lässt sich vom Widerstand gegen die geplante Yahoo-Übernahme nicht beirren. Es gebe keine Alternative, um die Übermacht Googles im Web-Business einzudämmen.

Die Ankündigung von Google-Chef Eric Schmidt, dem Onlineportal Yahoo Unterstützung gegen das milliardenschwere Übernahmeangebot von Microsoft anzubieten, hat Microsoft-Chef Steve Ballmer umgehend mit einer Rechtfertigung beantwortet. Schmidt hatte Yahoo-Mitgründer Jerry Yang seine Hilfe in jeder Hinsicht angeboten.

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Ballmer ließ nun durchblicken, dass er zum geplanten Kauf des Internet-Konzerns Yahoo keine Alternative sehe. «Wir brauchen die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungskapazität, um mit dem Marktführer mitzuhalten», sagte Ballmer am Montag auf einer Analystenkonferenz. Durch den angestrebten Zusammenschluss entstünde hinter Google eine starke Nummer zwei bei der Internet-Suche. Anders sei die Dominanz des Erzrivalen nicht zu brechen.

Der Microsoft-Manager hob besonders die Einsparungen bei einer Partnerschaft hervor: «Es sind die gleichen Fixkosten, ob ein Mensch oder eine Milliarde Menschen oder zwei Milliarden deine Suchtechnik nutzen.» Der Softwarekonzern will jährlich eine Milliarde Dollar an Synergien heben. Das Angebot von 45 Milliarden Dollar für Yahoo nannte Ballmer «großzügig».

Finanzieren will Microsoft die Übernahme durch eigene Aktien und Bargeld aus seiner prall gefüllten Kasse. Darüber hinaus will sich Microsoft auf dem Kapitalmarkt bedienen, wie Finanzchef Chris Liddell auf der Analystenkonferenz sagte. Eine genaue Prognose, wie sich ein Kauf auf das Ergebnis von Microsoft auswirken würde, wollte Liddell nicht geben. «Das hängt davon ab, wie schnell wir die Übernahme stemmen können.» Erst in einigen Monaten werde es daher eine genauere Prognose geben. Über eine mögliche Zusammenarbeit von Yahoo und Google wird unter Experten seit geraumer Zeit heftig spekuliert. So könnte Yahoo seine eigene Internet-Suche kostengünstig auslagern und über Google laufen lassen. Auch Gegengebote anderer Interessenten sind denkbar, etwa von privaten Investoren oder Medienkonzernen wie News Corp, hieß es in US-Medien. Allerdings wird eine solche Gegenofferte angesichts der Höhe des Microsoft-Angebots als nur schwer finanzierbar angesehen.

Der deutsche Web-Konzern United Internet sieht sich durch einen Schulterschluss von Yahoo mit Microsoft nicht bedroht. «Wir sind mit einer Reichweite von mehr als 19 Millionen monatlichen Nutzern Marktführer», sagte Deutschland-Chef Matthias Ehrlich dem «Handelsblatt». Yahoo und Microsoft kämen rechnerisch auch auf diese Zahl, hätten aber eine Überschneidung von 42 Prozent der Nutzer. Zu United Internet gehören Online-Angebote wie Web.de und GMX. (dpa)

 
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