Trotz Widerstands lässt Ballmer Yahoo nicht los
04.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der Microsoft-Manager hob besonders die Einsparungen bei einer Partnerschaft hervor: «Es sind die gleichen Fixkosten, ob ein Mensch oder eine Milliarde Menschen oder zwei Milliarden deine Suchtechnik nutzen.» Der Softwarekonzern will jährlich eine Milliarde Dollar an Synergien heben. Das Angebot von 45 Milliarden Dollar für Yahoo nannte Ballmer «großzügig».
Finanzieren will Microsoft die Übernahme durch eigene Aktien und Bargeld aus seiner prall gefüllten Kasse. Darüber hinaus will sich Microsoft auf dem Kapitalmarkt bedienen, wie Finanzchef Chris Liddell auf der Analystenkonferenz sagte. Eine genaue Prognose, wie sich ein Kauf auf das Ergebnis von Microsoft auswirken würde, wollte Liddell nicht geben. «Das hängt davon ab, wie schnell wir die Übernahme stemmen können.» Erst in einigen Monaten werde es daher eine genauere Prognose geben.
Der deutsche Web-Konzern United Internet sieht sich durch einen Schulterschluss von Yahoo mit Microsoft nicht bedroht. «Wir sind mit einer Reichweite von mehr als 19 Millionen monatlichen Nutzern Marktführer», sagte Deutschland-Chef Matthias Ehrlich dem «Handelsblatt». Yahoo und Microsoft kämen rechnerisch auch auf diese Zahl, hätten aber eine Überschneidung von 42 Prozent der Nutzer. Zu United Internet gehören Online-Angebote wie Web.de und GMX. (dpa)

