04.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Hohe Treibstoffpreise schmälern den Gewinn von Ryanair
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der irische Billigflieger hat sein drittes Geschäftsquartal mit einem drastischen Gewinneinbruch beendet. Schuld daran seien die hohen Kerosinpreise, doch Airline-Chef O'Leary sieht noch weitere Risiken.
Hohe Treibstoffpreise haben Europas größtem Billigflieger Ryanair stark zugesetzt und könnten zu einem drastischen Gewinneinbruch im kommenden Geschäftsjahr führen. Im dritten Quartal sei der Gewinn um 27 Prozent auf 35 Millionen Euro zurückgegangen, teilte das irische Unternehmen am Montag in London mit. Im Geschäftsjahr 2008/09 könnte der Überschuss um bis zu 50 Prozent auf 235 Millionen Euro einbrechen. Zusätzlich drückten Sorgen über eine mögliche Rezession in mehreren europäischen Ländern und die Schwäche des britischen Pfundes den Ausblick.
«Der Flugsektor in Europa steht einer zyklischen Flaute gegenüber«, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Nach optimistischen Prognosen wird der Durchschnittserlös pro Passagier und Kilometer nach Angaben des Unternehmens unverändert bleiben. Für das laufende Geschäftsjahr 2007/2008 (31. März) halten die Iren an ihrem Ziel fest, den Überschuss um 17,5 Prozent zu steigern.
An der Londoner Börse brachen die Aktien des Unternehmens nach Bekanntgabe der Gewinnwarnung zeitwilig um zwölf Prozent ein. Analyst Douglas McNeillvon Blue Oar Securities äußerte sich negativ zu den Zahlen: «Ryanair verpasst selten eine Chance, die Erwartungen des Marktes herabzusetzen.» (dpa)