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Bosch verbucht kräftiges Umsatzplus

01. Feb 2008 11:50
Kann mit den Umsatz-Zahlen zufrieden sein: Bosch-Chef Fehrenbach
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Das vergangene Jahr verlief für den Automobilzulieferer Bosch besser als erwartet: In Deutschland sind 1800 neue Stellen entstanden. Nun setzt das Unternehmen auf Thermotechnik.

Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch hat 2007 stark zugelegt. Der Umsatz stieg vorläufigen Zahlen zufolge um fast sechs Prozent auf 46,1 Milliarden Euro, wie Bosch-Chef Franz Fehrenbach am Donnerstagabend in Stuttgart berichtete. Das vergangene Jahr sei besser gelaufen als erwartet. In Deutschland wurden rund 1800 neue Stellen geschaffen, vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie bei der Industrietechnik von Bosch Rexroth.

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Konkrete Angaben zum Gewinn machte Fehrenbach nicht. Das Ergebnis vor Steuern habe knapp acht Prozent vom Umsatz erreicht, «und entsprach damit unserer langfristigen Zielrendite für das Gesamtunternehmen». Wachstumstreiber im vergangenen Jahr war der Bereich Industrietechnik. Dort konnte der Umsatz um neun Prozent auf gut 5,9 Milliarden Euro gesteigert werden.

Im Bereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik stiegen die Erlöse um knapp sieben Prozent auf 11,7 Milliarden Euro an. Die Sparte Kraftfahrzeugtechnik verbesserte den Umsatz um 4,5 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro. Der weltgrößte Automobilzulieferer hatte im vergangenen Jahr in diesem Geschäftsfeld insbesondere mit der Schwäche des US-Automarkts, dem starken Preisdruck und den Währungsturbulenzen zu kämpfen.

Bosch-Chef kritisiert die Europäische Kommission

Der Bosch-Chef kritisierte die C02-Pläne der Europäischen Kommission, sieht aber auch Chancen in dem Bereich. «In jedem Fall aber werden wir unsere Anstrengungen darauf richten, gemeinsam mit den Automobilherstellern die sehr ambitionierten Reduktionsziele zu erreichen.» Mit dem Kolbenhersteller Mahle wolle Bosch ein Gemeinschaftsunternehmen zur Fertigung sowie zum Vertrieb von Abgasturboladern gründen. Die Serienfertigung soll 2010 aufgenommen werden, berichtete Fehrenbach.

Abgasturbolader seien eine der Schlüsseltechnologien, um bei zukünftigen Motorengenerationen den Spritverbrauch und die CO2-Emission nachhaltig zu senken. Während der Einsatz von Abgasturboladern heute bei Dieselmotoren üblich sei, werde er sich auch bei Ottomotoren stärker etablieren.

Zukunftsmarkt Thermotechnik

Große Chancen sieht die Bosch-Gruppe angesichts der aktuellen Klimadebatte auch im Bereich Thermotechnik. Vom Energieverbrauch der privaten Haushalte entfielen gut 85 Prozent auf Raumwärme und Warmwasser. Moderne Heizsysteme, die Brennwert- und Solartechnik kombinierten, könnten bis zu 60 Prozent Kohlendioxid gegenüber 30 Jahre alten Heizungen sparen, von denen es auch in Deutschland noch viele gebe.

Der deutsche Markt für Thermotechnik sei im vergangenen Jahr allerdings um rund 30 Prozent geschrumpft, sagte Fehrenbach. Hintergrund sei die Diskussion über neue Emissionsvorschriften. «Und grundsätzlich sollte eine Politik, die von der Industrie schnelle technische Lösungen erwartet, die Schnelligkeit auch für sich entdecken», mahnte Fehrenbach. (AP)

 
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