Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Windenergie-Branche fordert höheren Strompreis

22. Jan 2008 11:57
Die Windenergie-Branche will höhere Strompreise
Bild vergrößern
Windstrom soll für Verbraucher teurer werden. Der Bundesverband Windenergie fordert deshalb Nachbesserungen an den Änderungen des Gesetzes über erneuerbare Energien.

Zur Stabilisierung von Ökostrom und zur Sicherung des Klimaschutzes fordert die Windenergie-Branche eine höhere Vergütung von den Verbrauchern. Sie solle für an Land erzeugten Windstrom um 1,5 Cent je Kilowattstunde auf 9,5 Cent angehoben werden, verlangte der Präsident des Bundesverbands Windenergie (BWE), Hermann Albers, am Dienstag in Berlin. Damit müssten vor allem die erhöhten Rohstoffkosten bei Stahl und Kupfer aufgefangen werden. Die Änderungen des Gesetzes über erneuerbare Energien (EEG) im Rahmen des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung müssten im Bundestag entsprechend nachgebessert werden.

Mehr in der Netzeitung:
Die Signale für den Ausbau der Windenergie in der Nord- und Ostsee seien richtig, sagte Albers. Die Produktion beginne dort aber frühestens und allmählich erst von 2010 an, so dass es vorerst weiter auf die Produktion an Land ankomme. Auch die Anlagenbauer spüren Schwierigkeiten des bisher boomenden Windanlagengeschäfts, wie der Geschäftsführer des Anlagenverbandes VDMA Power Systems, Thorsten Herdan, berichtete.

Weniger neue Windanlagen in Deutschland

So wurden 2007 in Deutschland von den Betreibern nur 883 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1667 Megawatt neu installiert, teilte das Deutsche Windenergie-Institut mit. Das seien 566 Megawatt weniger als 2006. Damit ging die Installation in Deutschland um 25 Prozent zurück, während weltweit 20.000 Megawatt Leistung neu errichtet worden sei. «Damit wuchs der Weltmarkt um rund 30 Prozent», teilte das Institut mit. «Wachstumstreiber waren die Märkte in Nordamerika, Europa und Asien.»

Unterdessen hat der deutsche Markt für Windenergieanlagen 2007 trotz des weltweit anhaltenden Booms deutlich nachgegeben. Nach der neuesten Statistik des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) wurden im vergangenen Jahr 883 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1667 Megawatt (MW) neu installiert, während es 2006 noch 1208 Anlagen mit 2233 MW und damit 566 MW mehr waren. Dies sei ein Rückgang von 25 Prozent, wie der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Power Systems) am Dienstag in Berlin mitteilten.

Starkes Wachstum des Weltmarktes

Der Weltmarkt hingegen sei um rund 30 Prozent gewachsen, wobei erneut Märkte in Nordamerika, Europa und Asien treibend gewesen seien. Nach ersten Schätzungen seien 2007 weltweit rund 20.000 MW neu installiert worden, gaben die Verbände bekannt. Das entspreche einem Umsatz der Windindustrie im Neuanlagengeschäft von mehr als 20 Milliarden Euro.

Insgesamt waren den Verbänden zufolge Ende 2007 in Deutschland 19.460 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 22.247 MW installiert. Damit liege Deutschland noch mit an der Weltspitze, andere Länder holten aber in großen Schritten auf. (dpa/AP)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Großprojekte in Infrastruktur: 
Brasilien umwirbt deutsche Investoren
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.