15. Jan 2008 12:30
Der ehemalige VW-Chef Pischetsrieder war vor Juni 2005 angeblich nicht über die Korruptionsaffäre des Konzerns informiert. Das sagte er als Zeuge vor dem Landgericht Braunschweig.
Pischetsrieder sagte, der Auslöser der Affäre sei gewesen, dass ihm ein Lieferant den Hinweis gegeben habe, er solle im Zusammenhang mit einem geplanten VW-Werk in Indien Schmiergeld zahlen. Auf einem entsprechenden Vertrag hätten Klaus-Joachim Gebauer und Helmuth Schuster, damals Personalvorstand der VW-Tochter Skoda, gestanden. Der damalige Konzernpersonalvorstand Peter Hartz habe «keine Sekunde» gezögert und deutlich gemacht, dass man sich von den beiden Mitarbeitern trennen müsse, falls sich der Verdacht bestätigen sollte.In der Korruptionsaffäre angeklagt ist neben Ex-Personalmanager Gebauer auch der damalige VW-Betriebsratschef Volkert. Beide müssen sich im Kern wegen Untreue und Anstiftung dazu verantworten. Am Nachmittag sollte der heutige Audi-Chef Rupert Stadler als Zeuge gehört werden, der in der fraglichen Zeit Büroleiter beim damaligen Vorstandschef Ferdinand Piech war. (nz/dpa)