10. Jan 2008 22:30
Die Fahrt schien auf sicheren Gleisen in Richtung Einigung zu gehen. Doch nun steht der Tarifstreit zwischen Lokführern und Bahn wieder vor dem Scheitern.
Die Deutsche Bahn äußert sich dagegen wie immer. Sie hält eine Tarifeinigung mit der Lokführergewerkschaft GDL weiterhin für erreichbar. In den Verhandlungen seien zuletzt Annäherungen gefunden worden, sagte ein Bahnsprecher. In der Frage eines eigenständigen Tarifvertrags sei Einigung erzielt worden. In punkto Entgelterhöhungen habe der Konzern zuletzt individuelle Einkommensverbesserungen zwischen 7 und 15 Prozent angeboten, die im Schnitt 11 Prozent ausmachten. «Auf dieser Basis können wir uns weiterhin eine Einigung vorstellen», so der Sprecher. Schell bezeichnete das Lohnangebot als unzureichend. Zudem lehne die Bahn eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 40 Stunden, wie sie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer gefordert hatte, ab.
Nun werde der Hauptvorstand und die Tarifkommission der GDL am Sonntag in Frankfurt am Main über das weitere Vorgehen entscheiden. (dpa/AP)