netzeitung.deGDL-Chef schließt Scheitern nicht mehr aus

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Gewerkschaftschef Manfred Schell (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gewerkschaftschef Manfred Schell
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Die Fahrt schien auf sicheren Gleisen in Richtung Einigung zu gehen. Doch nun steht der Tarifstreit zwischen Lokführern und Bahn wieder vor dem Scheitern.

Die Verhandlungen zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn stehen doch wieder vor dem Scheitern. «Das Angebot, das uns die DB heute vorgelegt hat, reicht nicht aus. Ein Scheitern der Tarifverhandlungen kann ich jetzt nicht mehr ausschließen», teilte der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell nach der Tarifrunde am Donnerstagabend mit. Weder beim Entgelt noch bei der Arbeitszeit habe es eine Annäherung gegeben, erläuterte der Vertreter der Lokführer.

Die Deutsche Bahn äußert sich dagegen wie immer. Sie hält eine Tarifeinigung mit der Lokführergewerkschaft GDL weiterhin für erreichbar. In den Verhandlungen seien zuletzt Annäherungen gefunden worden, sagte ein Bahnsprecher. In der Frage eines eigenständigen Tarifvertrags sei Einigung erzielt worden. In punkto Entgelterhöhungen habe der Konzern zuletzt individuelle Einkommensverbesserungen zwischen 7 und 15 Prozent angeboten, die im Schnitt 11 Prozent ausmachten. «Auf dieser Basis können wir uns weiterhin eine Einigung vorstellen», so der Sprecher.

Schell bezeichnete das Lohnangebot als unzureichend. Zudem lehne die Bahn eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 41 auf 40 Stunden, wie sie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer gefordert hatte, ab.

Nun werde der Hauptvorstand und die Tarifkommission der GDL am Sonntag in Frankfurt am Main über das weitere Vorgehen entscheiden. (dpa/AP)