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Fortschritte im Tarifstreit bei der Bahn

04. Jan 2008 21:44, ergänzt 21:48
Wird keine Einigung erzielt, will die GDL ab Montag den Zugverkehr lahmlegen
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Im Konflikt zwischen Bahn und GDL scheint ein Durchbruch in Sicht. Am Samstag wird weiter verhandelt. Dann will die Lokführergewerkschaft entscheiden, ob sie an den für Montag angekündigten Streiks festhält.

Am Freitag vertagten die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer die Gespräche nach sechseinhalb Stunden. GDL-Chef Manfred Schell äußerte sich positiv über den Verlauf: «Wir haben in den bisherigen konstruktiven Verhandlungsrunden in einigen Fragen eine deutliche Annäherung erzielt. Es gibt aber auch noch Knackpunkte, die aus dem Weg geräumt werden müssen.»

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Über Inhalte der Verhandlungen wollte ein Sprecher der Bahn nichts mitteilen. Er verwies auf frühere Aussagen des Unternehmens, dass es keine unüberbrückbaren Hindernisse gebe. Die GDL sei nach wie vor davon überzeugt, dass am Samstag ein Ergebnis zustande kommen könne, das einen Streik ab dem 7. Januar verhindern würde, erklärte Schell. Es geht nach wie vor um die GDL-Forderung nach Entgelterhöhungen und einem eigenständigen Tarifvertrag.

Noch kein fertiger Tarifvertrag

Am Freitag hatten Verhandlungskreise klargestellt, dass es noch keinen fertigen Tarifvertrag geben könne, sondern bestenfalls einzelne Festlegungen. Wegen der neuen Tarifstruktur bei der Bahn, die spezifische Interessen von Berufsgruppen besser berücksichtigen soll, müssen die Einzelheiten später mit der Tarifgemeinschaft aus Transnet und GDBA festgelegt werden.

Sollte doch ab Montag gestreikt werden, dann will die GDL Personen- und Güterverkehr lahmlegen. Befristet hatte sie den Ausstand bei ihrer Ankündigung nicht, sondern ein Ende von zufriedenstellendem Entgegenkommen der anderen Seite abhängig gemacht. Die Bahn hatte dagegen ein Schlichtungsverfahren gefordert. So etwas wird zwischen Tarifparteien normalerweise in einem gesonderten Vertrag geregelt. Das entsprechende Abkommen hatte die GDL jedoch gekündigt.

Die Bahn hatte am 9. Juli 2007 mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA einen Tarifvertrag geschlossen. Danach erhalten die Beschäftigten 4,5 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 600 Euro. Der alte, auch für die GDL-Mitglieder vereinbarte Tarifvertrag lief Ende Juni 2007 ab. Die GDL fordert eine Reduzierung der Arbeitszeit um eine Stunde. Größter Streitpunkt ist jedoch ihre Forderung nach deutlich mehr Geld für die Lokomotivführer. Ursprünglich hatte sie bis zu 31 Prozent verlangt, im Lauf der Verhandlungen aber erklärt, dass sie nicht auf der Maximalforderung bestehe. (AP)

 
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