29. Dez 2007 21:08
Der Postchef sieht der Liberalisierung des Marktes gelassen entgegen und schließt eine Preissenkung für den Standardbrief mittelfristig aus. Den Zeitpunkt seiner Aktienverkäufe findet er inzwischen unbedacht.
Zugleich betonte der Vorstandschef, dass der Konzern um jeden Brief «bis zum letzten Blutstropfen» kämpfen werde. Angesichts der großen Qualität der Post blicke er aber der vollständigen Marktliberalisierung gelassen entgegen. Die Post wird nach den Worten Zumwinkels ihren bisherigen Universaldienst vollständig erhalten. Dies gelte für die Briefkästen, die 12.000 Filialen sowie die Zustellung. Eine Preissenkung für den Standardbrief schloss der Postchef jedoch mittelfristig aus. Gleichzeitig deutete Zumwinkel an, dass der Konzern weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten werde, auch wenn der bisherige Beschäftigungspakt im kommenden Frühjahr ausläuft: «Wir haben in der Vergangenheit es immer geschafft, dass wir gute Tarifverträge und Vereinbarungen abgeschlossen haben». Dies solle auch in der Zukunft fortgesetzt werden. Seine umstrittenen Aktienverkäufe zu dem Zeitpunkt, als der Mindestlohn Anfang Dezember politisch beschlossen und daraufhin der Aktienkurs der Post gestiegen war, bedauerte Zumwinkel. Der Zeitpunkt sei nicht richtig gewesen: «Ich bedauere sehr, dass ich die politische Auswirkung, dass es in diesem Zeitraum zur Ausführung kam, dass ich das nicht überdacht habe». (AP)