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Zumwinkel will «um jeden Brief kämpfen»

29. Dez 2007 21:08
Klaus Zumwinkel
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Der Postchef sieht der Liberalisierung des Marktes gelassen entgegen und schließt eine Preissenkung für den Standardbrief mittelfristig aus. Den Zeitpunkt seiner Aktienverkäufe findet er inzwischen unbedacht.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, hat die Kritik an der Einführung von Mindestlöhnen für die Briefzusteller zurückgewiesen. Schon jetzt gebe es Wettbewerb auf dem Postmarkt, und dieser werde auch mit den Mindestlöhnen weitergehen, sagte Zumwinkel im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Zumal die von der Post gezahlten Löhne weiterhin deutlich höher seien als die Mindestlöhne: «Wer 30 Prozent geringere Löhne als die Post zahlt und dann nicht Wettbewerb machen kann, der hat es auch nicht verdient, dass die Kunden ihm die Umsätze bringen.»

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Zugleich betonte der Vorstandschef, dass der Konzern um jeden Brief «bis zum letzten Blutstropfen» kämpfen werde. Angesichts der großen Qualität der Post blicke er aber der vollständigen Marktliberalisierung gelassen entgegen. Die Post wird nach den Worten Zumwinkels ihren bisherigen Universaldienst vollständig erhalten. Dies gelte für die Briefkästen, die 12.000 Filialen sowie die Zustellung. Eine Preissenkung für den Standardbrief schloss der Postchef jedoch mittelfristig aus.

Gleichzeitig deutete Zumwinkel an, dass der Konzern weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten werde, auch wenn der bisherige Beschäftigungspakt im kommenden Frühjahr ausläuft: «Wir haben in der Vergangenheit es immer geschafft, dass wir gute Tarifverträge und Vereinbarungen abgeschlossen haben». Dies solle auch in der Zukunft fortgesetzt werden. Seine umstrittenen Aktienverkäufe zu dem Zeitpunkt, als der Mindestlohn Anfang Dezember politisch beschlossen und daraufhin der Aktienkurs der Post gestiegen war, bedauerte Zumwinkel. Der Zeitpunkt sei nicht richtig gewesen: «Ich bedauere sehr, dass ich die politische Auswirkung, dass es in diesem Zeitraum zur Ausführung kam, dass ich das nicht überdacht habe». (AP)

 
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