Drei Pin-Teilgesellschaften melden Insolvenz an28. Dez 2007 19:26  |  Die grünen Postdienstleister werden weniger | Foto: AP |
|
An den Standorten Saarbrücken, Emsdetten und Münster sind 340 Mitarbeiter betroffen. Pin-Chef Piepenburg will eine Vertriebs-Offensive starten. Derzeit muss er Spekulationen entgegentreten.
Beim angeschlagenen Postdienstleister Pin Group haben weitere drei Teilgesellschaften Insolvenz angemeldet. Von den Insolvenzen seien 340 Mitarbeiter an den Standorten Saarbrücken, Emsdetten und Münster betroffen, teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit. Damit befinden sich derzeit zehn der 91 eigenständigen Gesellschaften der PIN Group AG mit insgesamt 1190 Mitarbeitern in Insolvenz, sagte ein Unternehmenssprecher.
Der Schritt sei erfolgt, um «sämtliche Chancen auf eine Sanierung unserer gesamten Unternehmensgruppe zu wahren», heißt es in einer Pressemitteilung des Pin-Vorstandsvorsitzenden Horst Piepenburg. Bis Ende der ersten Januar-Woche kündigte er eine Vertriebs-Offensive an. «In diesen Tagen entscheidet sich, ob es in Deutschland einen echten Postdienst geben wird», wird Piepenburg zitiert. Er wies Spekulationen zurück, die Deutsche Post habe Pin Kunden abgeworben. Dies könne der Vorstand auch nach intensiver Prüfung nicht nachvollziehen. (dpa)
|