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25.000 Anzeigen wegen Musik-Piraterie in 2007

25. Dez 2007 15:25
Die Polizei hat vermehrt mit Internetpiraten zu tun
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Im vergangenen Jahr ging die Musikindustrie unnachgiebig gegen Internetpiraten und Raubkopierer vor und strengte doppelt so viele Verfahren an wie 2006. Dennoch ging der Umsatz der Branche weiter zurück.

Die deutsche Musikindustrie sieht erste Erfolge ihres harten Kurses gegen illegale Kopien und Internetpiraterie. «Wir gegen davon aus, dass die Zahl der illegalen Downloads in diesem Jahr weiter zurückgegangen ist», sagte Geschäftsführer Stefan Michalk vom Bundesverband Musikindustrie der Nachrichtenagentur AP.

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Nach seine Angaben ist die Branche 2007 so scharf wie noch nie gegen Musikpiraten vorgegangen. «Allein bis Mitte des Jahren haben wir 25.000 Strafanträge gestellt», danach sei die Aktivität etwas zurückgenommen worden, «um die Staatsanwaltschaften nicht zu überlasten», sagte Michalk. Damit wurden 2007 mehr als doppelt so viele Verfahren wie 2006 angestrengt, als es nur 10.000 waren.

Laut Phonoindustrie enden die meisten Verfahren mit einer freiwilligen Zahlung von 500 bis 2.000 Euro von den angezeigten Musikpiraten. «Die Beweislage ist immer eindeutig, deshalb kommt es meist gar nicht erst zum Prozess», sagte Michalk. Er betont, den Musikfirmen gehe es nicht um kleine Fische, die etwa ein oder zwei Lieder aus dem Internet herunterladen.

«Wir verfolgen Leute, die hunderte Songs illegal in Umlauf gebracht haben», sagte der Sprecher der deutschen Musikindustrie. Nach wie vor betrage der Schaden durch Raubkopien und Internet-Piraterie rund eine Milliarde Euro pro Jahr. «Musikpiraterie ist nicht nur Diebstahl an den Musikern, sondern kostet auch Arbeitsplätze in der Industrie und im Vertrieb», klagte er. Damit wies er Vorwürfe zurück, die Musikindustrie betreibe «Abzocke» bei den Musikpiraten, indem sie teure Rechtsanwälte mit der Wahrung ihrer Interessen betraue.

Auch im laufenden Jahr musste die Branche wieder leichte Umsatzrückgänge einstecken, sagte Michalk, nannte aber keine Zahlen. Im Jahr 2006 hatte die Branche rund 1,7 Milliarden Euro umgesetzt, davon 85 Prozent über den Verkauf von CDs. Um 30 bis 40 Prozent zugenommen haben 2007 dagegen die Umsätze mit legalen Downloads aus dem Internet.

Damit setzte sich der Trend von 2006 fort, als die Download-Umsätze bereits einmal um rund 40 Prozent auf 42 Millionen Euro gestiegen waren. Um die Umsatzverluste aufzufangen, setzt die Branche immer mehr auf Zusatzgeschäfte: Verkauf von Eintrittskarten, Merchandising, Künstlermanagement. Außerdem werde der Hauptumsatzbringer, die CD, aufgewertet: «Die CD-Hüllen werden immer wertiger und es gibt mehr wertvolle Kombiprodukte aus Buch und CD.» (AP)

 
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