netzeitung.deKaffee soll teurer werden

 Herausgeber: netzeitung.de

20 Prozent Aufschlag auf denm Weltmarktpreis: Kaffee (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe 20 Prozent Aufschlag auf denm Weltmarktpreis: Kaffee
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Steigende Preise für Rohware, Energie und Transport wollen die Röster an die Verbraucher weiterreichen. Trotz bereits erhöhter Preise blieb Kaffee auch 2007 das Lieblingsgetränk der Deutschen.

Kaffee wird im kommenden Jahr teurer. Die drastisch steigenden Preise für Rohware, Energie und Transport würden an die Verbraucher weitergegeben, sagte der Geschäftsführer des deutschen Kaffeeverbandes, Holger Preibisch, der Nachrichtenagentur AP. «Wir rechnen mit einem deutlichen Aufschlag.» Der durchschnittliche Preis für ein Pfund Röstkaffee lag im November im Schnitt bei etwa 3,62 Euro.

Doch die Preise für Rohkaffee auf dem Weltmarkt haben sich allein in diesem Jahr um etwa 20 Prozent erhöht, wie Preibisch schildert. «Zumindest etwas davon muss die Branche an die Verbraucher weitergeben.» Vor zehn Jahren hat eine handelsübliche Packung Kaffee umgerechnet schon einmal um die vier Euro gekostet, im Jahr 2002 nur drei.

Kaffee blieb auch 2007 das Lieblingsgetränk der Bundesbürger. Der Pro-Kopf-Verbrauch habe bei etwa 145 Litern gelegen, sagte Preibisch, ebenso hoch wie im Vorjahr. Allerdings seien die Zahlen des traditionell starken Weihnachtsgeschäfts noch nicht eingerechnet.

Geschmack entscheidet
Die Trends des Jahres waren Kaffee aus dem Kaffee- oder Espressoautomaten daheim und milde Geschmacksrichtungen. «Es muss schnell gehen und einfach sein.» Viele Kaffeetrinker haben mittlerweile eine Espresso-Maschine zu Hause stehen. Einfach und schnell heiße aber nicht billig. «Die Leute legen durchaus Wert auf Qualität und sind auch bereit, dafür zu zahlen.»

Mittlerweile bieten auch Supermärkte unterschiedlichste Kaffeesorten etwa aus Afrika oder Brasilien an: «Die Konsumenten merken, dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist», so der Geschäftsführer. Geschmacksrichtungen zu unterscheiden, komme immer mehr in Mode. (nz/AP)