Züge rollen auch während der Feiertage
20.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Bahnkunden müssen sich wohl keine Sorgen machen, über Weihnachten nicht an ihr Ziel zu gelangen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Noch ist unklar, warum die Lokführer-Gewerkschaft GDL überraschend die Verhandlungen mit der Bahn abgebrochen hat. Aber zumindest sollen die Züge über Weihnachten wie gewohnt fahren.
Die Lokführer-Gewerkschaft GDL plant trotz der überraschend abgebrochenen Tarifverhandlungen mit der Bahn keine Streiks über Weihnachten. Das berichtete die «Bild»-Zeitung. Am Nachmittag will die GDL über ihr weiteres Vorgehen informieren und dann auch die Gründe für den Abbruch der Gespräche erläutern. Wie die «Berliner Zeitung» unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtete, ist ein Streit darüber entbrannt, wie sich der von Bahnchef Hartmut Mehdorn zugesicherte eigene Tarifvertrag für die Lokführer in das gesamte Bahn-Tarifgefüge einpassen lässt.
Am Mittwoch hatte die GDL ohne Nennung von Gründen bekannt gegeben, die Verhandlungen seien «ergebnislos abgebrochen» worden. Allerdings sprach die Gewerkschaft in einer knappen Mitteilung zunächst nicht von einem Scheitern der Verhandlungen. Erst vor gut zwei Wochen, am 4. Dezember, hatten sich die Bahn und die GDL nach langwierigen Gesprächen und tagelangen Streiks auf die Fortsetzung von Tarifverhandlungen verständigt.
Zuletzt hatten beide Seiten darüber gesprochen, was in einem gemeinsamen Basis-Tarifvertrag für alle Beschäftigten der Bahn geregelt wird und was die GDL in einem eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer aushandeln kann. Die GDL forderte zuletzt Einkommenszuwächse von mindestens zehn Prozent.
Die Bahn nannte den Abbruch der Gespräche am Mittwoch völlig unverständlich. «Noch heute Mittag liefen die Verhandlungen sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch in einem vernünftigen Rahmen. Urplötzlich erklärte die GDL am frühen Nachmittag die Verhandlungen für beendet», sagte Konzernsprecher Oliver Schumacher. Das sei «absolut nicht nachvollziehbar». Schumacher forderte die GDL und ihren Chef Manfred Schell auf, «das bisher Erreichte nicht aufs Spiel zu setzen». (nz/dpa)