EADS findet Käufer für Airbus in Bremen
19.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auf diesem Weg wolle man sich auf die Kernaufgaben konzentrieren, sagte EADS-Chef Louis Gallois. «Gleichzeitig kann EADS finanziell entlastet werden in Zeiten, in denen kostenintensive Programme und die Unsicherheit durch die Dollarschwäche zusammentreffen.» Bevorzugter Bieter für die französischen Standorte Méaulte und St. Nazaire Ville ist Latécoère, für Teile des Werks in Filton (Großbritannien) wurde GKN ausgewählt.
Nach Einschätzung von Airbus Deutschland ist die Zusammenarbeit mit der Bremer OHB eine ideale Lösung für die Werke in Varel, Nordenham und Augsburg. «Mit OHB haben wir einen hervorragenden Partner gefunden zur langfristigen Sicherung der Standorte und für die Entwicklung der A350», sagte der Sprecher von Airbus Deutschland, Tore Prang am Mittwoch.
Der Betriebsrat des Airbus-Werkes Nordenham reagierte derweil zurückhaltend auf den Zuschlag der zum Verkauf stehenden Werke an MT Aerospace. «Es wäre schön, wenn es eine deutsche Lösung gäbe. Aber ob das die große Lösung ist, müssen wir noch sehen», sagte Stefan Hajes, Mitglied des Betriebsrates Nordenham, der Nachrichtenagentur AP.
Der Belegschaft sei noch nicht damit geholfen, zu wissen, welcher Name künftig am Betriebstor stehe, sagte Hajes und fügte hinzu: «Für uns ist es wichtig, dass die Arbeit herkommt.» Prinzipiell sei die deutsche Lösung immer favorisiert worden - in der Hoffnung, dass die Regierung dann auch eher helfen würde. Dennoch sei die Haltung unter den Beschäftigten in Nordenham «auf alle Fälle erstmal abwartend». Die Mitarbeiter seien zu diesem Zeitpunkt sehr genervt. (nz/dpa/AP)

