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Pin-Chef will Firma geschenkt bekommen

12. Dez 2007 15:12
Sparkassen wollen nicht bei Pin Group einsteigen
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Grundsätzlich ist Pin-Chef Thiel schon bereit, die Pin Group fortzuführen - Millionen Euro wolle man dafür aber nicht zahlen. Auch die Sparkasse hat sich inzwischen über eine mögliche Beteiligung geäußert.

Die Führungsspitze der insolvenzbedrohten Springer-Brieftochter Pin will sich laut einem Zeitungsbericht die Mehrheit an dem Unternehmen schenken lassen und es fortführen. «Wir würden die Pin-Aktien aus dem Bestand des Axel-Springer-Verlages zu einem symbolischen Preis übernehmen», sagte Firmenchef und Anteilseigner Günter Thiel der «Süddeutschen Zeitung». Natürlich sei man nicht in der Lage, dafür Millionen zu zahlen, sagte Thiel. «Einer zusätzlichen Mitgift würden wir uns sicher nicht verweigern.»

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Der Pin-Chef sprach sich außerdem dafür aus, die Entscheidung über die Zukunft der Pin-Gruppe erst in der kommenden Woche zu fällen. Am 17. Dezember werde ein Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger vorgelegt, das Vorschläge zur Sanierung des Unternehmens enthalte.

Thiel sagte weiter, die Regionalvorstände stünden für ein «Management-Buy-Out» (MBO) zur Verfügung. Der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» sagte er: «Bei einem MBO kommen auch die Sparkassen als Gesellschafter in Frage.» Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband dementierte allerdings einen Einstieg bei Pin. Ein Verlängerung der laufenden Markttests für Briefdienstleistungen in Sparkassenfilialen über das Vertragsende hinaus sei derzeit offen.

Der Springer-Konzern macht das Schicksal seiner Brieftochter vom Votum des Bundestags abhängig, der am Freitag über einen Mindestlohn für Briefzusteller entscheiden will. Sobald die Bundestagsentscheidung gefallen sei, werde der Springer-Vorstand wissen, was er zu tun habe, verlautete Anfang der Woche aus dem Gesellschafterkreis der Pin Group nach einer Springer-Aufsichtsratssitzung. Damit könnte der Weg in die Insolvenz des angeschlagenen Briefzustellers vorbereitet sein. Pin hatte bereits angekündigt, 1.000 seiner insgesamt 9.000 Mitarbeiter entlassen zu wollen, wenn ein Mindestlohn in der Branche umgesetzt wird. (AP)

 
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