Springer begräbt seine Fernseh-Pläne
11.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Zeitpunkt für den Verkauf sei günstig, der angestrebte Preis attraktiv, sagte eine Sprecherin des Konzerns. Einen Zusammenhang zwischen dem Verkauf der Aktien und der anstehenden Entscheidung über die Zukunft des Briefzustellers Pin Group, an dem Springer die Mehrheit hält, gebe es nicht. «Das hat nichts miteinander zu tun», sagte die Sprecherin. Springer sei finanziell sehr gut ausgestattet und hoch profitabel. Der Gewinn von rund 450 Millionen Euro aus dem Aktienverkauf werde erst 2008 zu Buche schlagen.
Die Transaktion steht unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen, unter anderem der Freigabe der Transaktion durch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und der endgültigen Auszahlung des zur Fremdfinanzierung vorgesehenen Kaufpreisanteils durch die Banken des Käufers.
Springer hatte im vergangenen Jahr selbst versucht, die ProSiebenSat1 Media AG zu übernehmen, war aber am Kartellamt gescheitert. Anschließend hatte der amerikanische Unternehmer Haim Saban die Sendergruppe an Permira und KKR verkauft.(dpa/AP)

