05. Dez 2007 20:06
Unterschiedliche Vorstellungen bei der Altersvorsorge sorgen für neue Konflikte im Bahnstreit. Die gestiegenen Umsätze der Bahn dürften den Lokführern dabei frischen Rückenwind geben.
«Wir stellen uns vor, dass wir eine betriebliche Altersvorsorge in den spezifischen Tarifvertrag reinnehmen», sagte Kinscher der Nachrichtenagentur AP. Auch die Manteltarifbestimmungen seien Teil des eigenständigen Tarifvertrages für die Lokführer, auf den sich die Gewerkschaft und das Unternehmen geeinigt hatten. Über die Zuordnung der Tarifthemen zu den Manteltarifbestimmungen wollen Deutsche Bahn und GDL ab kommender Woche verhandeln.Im Basistarifvertrag könnten dagegen Fragen wie etwa Urlaubsbestimmungen geregelt werden, sagte Kinscher. GDL-Sprecherin Gerda Seibert äußerte sich vorsichtiger: Welche Details im Basis- und welche im spezifischen Lokführer-Tarifvertrag geregelt würden, müsse noch ausgehandelt werden.
Transnet-Chef Norbert Hansen drohte, wenn die GDL auf eine eigene Regelung zur Altersversorgung bestehe, würden die Verhandlungen erneut scheitern. «Ich glaube nicht, dass der Arbeitgeber das mitmacht», sagte Hansen im Deutschlandradio. Damit würde die Tarifeinheit gesprengt und der betriebliche Frieden gefährdet, warnte er. «Ich glaube, dass das zum Scheitern führen wird.»