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Streit um Zumwinkels Aktienverkäufe

05. Dez 2007 12:31, ergänzt 17:38
Bekommt Klaus Zumwinkel 'den Hals nicht voll', wie seine Kritiker meinen?
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Empört äußern sich Politiker über Zumwinkels lukratives Aktien-Geschäft: «Monopoly» und «moralisch verwerflich». Die Post verteidigt ihren Vorstandschef vehement.

Die Deutsche Post AG hat die Kritik an den Aktienverkäufen ihres Vorstandsvorsitzenden Klaus Zumwinkel zurückgewiesen. «Für einen in der Öffentlichkeit stehenden Manager gibt es nie den richtigen Zeitpunkt. Verkauft er bei schlechtem Kurs, heißt es, die Ratte verlässt das sinkende Schiff. Verkauft er bei gutem Kurs, wird ihm persönliche Bereicherung vorgeworfen», sagte ein Sprecher dem Onlinedienst «Spiegel online».
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Laut «Spiegel online» vermutet die Post hinter den Anschuldigungen gegen Zumwinkel eine Kampagne der Konkurrenz. «Dass sich gerade 'Bild' mit dem Thema befasst, wundert mich gar nicht», sagt der Post-Sprecher. «Die haben ihre eigenen geschäftlichen Interessen im Spiel.» Der Axel Springer Verlag, in dem «Bild» erscheint ist der Mutterkonzern der Post-Konkurrenz Pin Group.

Politiker von FDP und Grünen hatten Zumwinkel scharf angegriffen. Das berichtet die «Bild»-Zeitung in ihrer Ausgabe vom Mittwoch. «Dieses Monopoly-Spiel passt nicht zu unserer sozialen Marktwirtschaft. Schwarz-Rot hat Herrn Zumwinkel durch den Post-Mindestlohn ein großes Weihnachtsgeschenk beschert», sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer Brüderle.

Die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, Christine Scheel, sagte: «Es ist moralisch verwerflich, wenn Herr Zumwinkel die Mindestlohn-Entscheidung in dieser Art und Weise in privaten Gewinn ummünzt. Anscheinend bekommt er den Hals nicht voll.» Der Post-Chef hatte mit Datum von Montag 200.640 Aktien-Optionen des eigenen Unternehmens an der Börse verkauft und dafür insgesamt rund 4,73 Millionen Euro eingenommen. Der Wert der Aktien war nach der Entscheidung für den Post-Mindestlohn gestiegen. (dpa)

 
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