netzeitung.deGoogle bietet für Mobilfunk-Lizenz

 Herausgeber: netzeitung.de

Googlefunk (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Googlefunk
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Was bisher nur gemutmaßt wurde, manifestiert sich nun in einem handfesten Gebot von über vier Milliarden Dollar. Der Internetkonzern Google will im Januar ein eigenes Mobilfunknetz ersteigern.

Google untermauert seine Handy-Pläne mit einem milliardenschweren Gebot bei der Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen in den USA. Der Internet-Konzern wird sich an der Ende Januar beginnenden Versteigerung von Sendefrequenzen im 700-Megahertz-Band mit einem Startpreis von 4,6 Milliarden Dollar (3,12 Mrd Euro) beteiligen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Google hatte Anfang November ein offenes Handy-Betriebssystem mit dem Namen Android angekündigt, das in einer Allianz mit Geräteherstellern und Netzbetreibern im kommenden Jahr am Markt etabliert werden soll.

Der Konzern machte keine Angaben darüber, was genau er mit den Frequenzen vorhat. Google könnte selbst als Netzbetreiber für Handy-Telefonie und mobiles Internet auftreten. «Die Verbraucher verdienen mehr Wettbewerb und Innovation als sie in der heutigen Mobilfunk-Welt haben», sagte Google-Chef Eric Schmidt.

Die Regeln sind so, dass unabhängig davon, wer die Auktion gewinnt, die Frequenzen für alle mobilen Geräte und Software offen sein würden, betonte Google. Google dürfte bei der Versteigerung gegen die großen Mobilfunk-Betreiber wie AT&T oder Verizon Wireless antreten.

Erste Berichte über eine Beteiligung von Google bei der Auktion hatte es bereits vor einigen Wochen gegeben. Einige Branchenbeobachter hatten daraufhin spekuliert, es könne sich auch nur um eine Verhandlungstaktik des Internet-Konzerns handeln, um in Gesprächen mit Mobilfunk-Anbietern bessere Konditionen für die Android-Plattform zu erreichen. Google hat dank seiner dominierenden Position in der Online-Werbung Milliarden Dollar für Investitionen frei. Man biete alleine, ohne Partner, betonte das Unternehmen. (dpa)