Im Rahmen des Sparprogramms Power 8 trennt sich Airbus von acht Werken in Europa. «Wir werden keine weiteren Werke verkaufen, da das ja gar keinen Einfluss auf die Dollar-Problematik hätte», sagte der EADS-Chef in dem Zeitungsinterview. Er wies Berichte zurück, man habe sich bereits auf einen Käufer für die deutschen Standorte Varel, Nordenham und Augsburg festgelegt. «Es gibt noch keine Entscheidung.»Die französische Zeitung «Les Echos» schrieb am Montag, der US-Bieter Spirit sei im Vorteil gegenüber dem deutschen Interessenten OHB Technology aus Bremen. Spirit sei mit einem mehr als zehn Mal höheren Umsatz potenter und baue für Boeing bereits Kunststoffteile für den B787, wodurch es technologisch bestens vorbereitet für den Einstieg in die A350-Produktion bei Airbus sei. Zudem sitze das US-Unternehmen bereits im Dollarraum.
Über eine derartige Präferenz «ist uns nichts bekannt», sagte dazu der Betriebsratschef des Augsburger EADS-Werkes, Peter Schönfelder. Für Mittwoch sei eine Protestkundgebung vor dem Werk geplant, «weil wir in all den Sachen zu wenig eingebunden sind». Anlass der Auslagerungen bei Airbus ist der starke Euro. Beim derzeitigen Kurs von bis zu 1,50 Dollar müssten «mathematisch gesehen mehr als 1,5 Milliarden» zusätzlich zu den im Power-8-Programm vorgesehenen Kürzungen eingespart werden, sagte Gallois. Deswegen werde das Kostensenkungsprogramm verstärkt. Power 8 sieht den Abbau von 10.000 Jobs bis 2010 vor. Auf die Frage, ob es mehr werden, sagte Gallois: «Mehr Stellenstreichungen sind nicht immer die Lösung. Wir sind ja voll ausgelastet und müssen zusehen, dass wir unsere Flugzeuge ausliefern.» (AP)