26. Nov 2007 16:24, ergänzt 18:59
Die Gewerkschaft GDL klagt laut, will sich aber mit dem von der Bahn vorgelegten Verhandlungsangebot durchaus auseinandersetzen. Ab nächstem Montag soll es Tarifverhandlungen geben.
Die Bahn hatte der GDL zuletzt einen «eigenständigen Vertrag im Rahmen der Tarifeinheit des Konzerns» angeboten. Dieser solle jedoch nur abgeschlossen werden, wenn die Tarifeinheit in der Deuschen Bahn erhalten bleibe. Außerdem schlug sie eine Entgelterhöhung von acht Prozent vor, die mit freiwilligen Überstunden auf 13 Prozent gesteigert werden kann. GDL-Chef Schell bemängelte, dass unter Berücksichtigung dieser Mehrarbeit und anderer Zulagen die Lokführer auf diese Entgeltzuwächse kämen. Zudem zeigte er sich erbost darüber, dass die Bahn offenbar nicht verstehen wolle, was ein eigenständiger Tarifvertrag sei. Sollte das Unternehmen keinen eigenständigen Vertrag im Sinne der GDL vorlegen, seien weitere Verhandlungen nicht nötig. Dann gehe der Arbeitskampf weiter. Zudem habe er «mit großer Verärgerung zur Kenntnis genommen, dass sich Bahnchef Hartmut Mehdorn nicht an die Absprachen gehalten hat». Obwohl Stillschweigen vereinbart war, hatte die Bahn Details des den Lokführern vorgelegten Angebots ausgeplaudert.