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GDL verhandelt trotz Wut über «Mogelpackung»

26. Nov 2007 16:24, ergänzt 18:59
Schell am Montag
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Die Gewerkschaft GDL klagt laut, will sich aber mit dem von der Bahn vorgelegten Verhandlungsangebot durchaus auseinandersetzen. Ab nächstem Montag soll es Tarifverhandlungen geben.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat das ihr vorliegende Angebot der Bahn im Tarifkonflikt als «Mogelpackung» bezeichnet, hat sich aber dennoch damit auseinander gesetzt. Wie GDL-Chef Manfred Schell am Montag sagte, haben der GDL-Hauptvorstand und die Tarifkommission den geschäftsführenden GDL-Vorstand beauftragt, in einer Verhandlungsrunde am 3. Dezember Tarfifverhandlungen wieder aufzunehmen.

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  • Die Bahn hatte der GDL zuletzt einen «eigenständigen Vertrag im Rahmen der Tarifeinheit des Konzerns» angeboten. Dieser solle jedoch nur abgeschlossen werden, wenn die Tarifeinheit in der Deuschen Bahn erhalten bleibe. Außerdem schlug sie eine Entgelterhöhung von acht Prozent vor, die mit freiwilligen Überstunden auf 13 Prozent gesteigert werden kann. GDL-Chef Schell bemängelte, dass unter Berücksichtigung dieser Mehrarbeit und anderer Zulagen die Lokführer auf diese Entgeltzuwächse kämen. Zudem zeigte er sich erbost darüber, dass die Bahn offenbar nicht verstehen wolle, was ein eigenständiger Tarifvertrag sei. Sollte das Unternehmen keinen eigenständigen Vertrag im Sinne der GDL vorlegen, seien weitere Verhandlungen nicht nötig. Dann gehe der Arbeitskampf weiter.

    Zudem habe er «mit großer Verärgerung zur Kenntnis genommen, dass sich Bahnchef Hartmut Mehdorn nicht an die Absprachen gehalten hat». Obwohl Stillschweigen vereinbart war, hatte die Bahn Details des den Lokführern vorgelegten Angebots ausgeplaudert.

    Besser als verbaler Schlagabtausch

    Die Bahn begrüßte die Verhandlungsbereitschaft der Lokführer. Das Unternehmen hoffe jetzt auf einen Kompromiss, sagte Bahn-Vorstand Margret Suckale. Sie bestätigte den Verhandlungstermin 3. Dezember. Mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA werde an diesem Dienstag ungeachtet des Tarifkonflikts mit der GDL weiter über die neue Entgeltstruktur des Bahn-Konzerns verhandelt.

    Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich indes zurückhaltend über die Erfolgschancen im Bahn-Tarifkonflikt geäußert. Nach den jüngsten Auftritten der Tarifpartner sehe er nur «einen schmalen Silberstreif am Horizont», sagte Tiefensee. «Aber reden ist besser als ein verbaler Schlagabtausch.» (nz/dpa)

     
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