Sarkozy bringt Milliardenaufträge aus China mit
26.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Abschlüsse gehörten zu zwei Dutzend Wirtschafts- und Regierungsabkommen, die in Gegenwart von Sarkozy und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao unterzeichnet wurden. Es war Sarkozys erster Staatsbesuch in China als französischer Präsident. Dabei diskutierte er nach Angaben des Élysée-Palastes in Paris in einem Gespräch mit Hu über Klimawandel und erneuerbare Energien und trug die Bitte vor, die Todesstrafe weniger häufig zu vollstrecken. Hu habe geantwortet, er hoffe, dass sich die Dinge in diese Richtung entwickelten.
Bereits am Sonntag hatte Sarkozy erklärt, dass Frankreich einen Markt für «saubere» Energien in China sehe. «Das chinesische Wachstum kann und darf nicht auf Kosten der globalen Umwelt erfolgen» sagte der französische Staatspräsident. Internationale Konzerne aus Frankreich, den USA und Russland sind in einem harten Wettbewerb um Aufträge für chinesische Atomkraftwerke. Peking will den wachsenden Energiebedarf bis 2020 unter anderem mit dem Bau von 32 Atomkraftwerken sicherstellen.
Anders als Bundeskanzlerin Angela Merkel, die China mit einem Empfang für den Dalai Lama verärgert hat, ist Sarkozy offenbar bemüht, die für die chinesische Führung kritischen Themen möglichst niedrig zu hängen trotz seines Versprechens vor dem Amtsantritt am 16. Mai, dass er allen beistehen werde, «die von Tyrannei und Diktatur verfolgt werden». (nz/dpa/AP)

