netzeitung.deSarkozy bringt Milliardenaufträge aus China mit

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Nicolas Sarkozy (l.) und Hu Jintao (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicolas Sarkozy (l.) und Hu Jintao
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Beim China-Besuch von Frankreichs Präsident Sarkozy sind mehrere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet worden. Airbus hat einen Großauftrag, und auch die französische Atomwirtschaft wurde bedacht.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy kehrt mit Großaufträgen für Airbus und die französische Nuklearindustrie aus China zurück. Am Montag bestellte China 160 Passagierflugzeuge vom Typ A320 und A330 bei Airbus. Ein Sprecher der EADS-Tochter gab den Listenpreis mit 17,4 Milliarden Dollar (11,7 Milliarden Euro) an.

Vereinbart wurde ferner der Bau von zwei französischen Atomkraftwerken und die Lieferung von nuklearen Brennstoffen für insgesamt acht Milliarden Euro. Der Staatskonzern Areva soll zwei Druckwasserreaktoren (EPR) für den staatlichen Energieversorger China Guangdong Nuclear Power Corp. bauen. Bis 2026 werde Areva zudem den Uran-Brennstoff für die Reaktoren liefern, teilte das Unternehmen mit. Beide Seiten wollen auch im Atomkreislauf zusammenarbeiten und den gemeinsamen Bau einer Wiederaufbereitungsanlage studieren.

Die Abschlüsse gehörten zu zwei Dutzend Wirtschafts- und Regierungsabkommen, die in Gegenwart von Sarkozy und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao unterzeichnet wurden. Es war Sarkozys erster Staatsbesuch in China als französischer Präsident. Dabei diskutierte er nach Angaben des Élysée-Palastes in Paris in einem Gespräch mit Hu über Klimawandel und erneuerbare Energien und trug die Bitte vor, die Todesstrafe weniger häufig zu vollstrecken. Hu habe geantwortet, er hoffe, dass sich die Dinge in diese Richtung entwickelten.

Bereits am Sonntag hatte Sarkozy erklärt, dass Frankreich einen Markt für «saubere» Energien in China sehe. «Das chinesische Wachstum kann und darf nicht auf Kosten der globalen Umwelt erfolgen» sagte der französische Staatspräsident. Internationale Konzerne aus Frankreich, den USA und Russland sind in einem harten Wettbewerb um Aufträge für chinesische Atomkraftwerke. Peking will den wachsenden Energiebedarf bis 2020 unter anderem mit dem Bau von 32 Atomkraftwerken sicherstellen.

Anders als Bundeskanzlerin Angela Merkel, die China mit einem Empfang für den Dalai Lama verärgert hat, ist Sarkozy offenbar bemüht, die für die chinesische Führung kritischen Themen möglichst niedrig zu hängen – trotz seines Versprechens vor dem Amtsantritt am 16. Mai, dass er allen beistehen werde, «die von Tyrannei und Diktatur verfolgt werden». (nz/dpa/AP)