Nyse-Chef wechselt an Spitze von Merrill Lynch
O'Neal hatte Ende Oktober seinen Hut nehmen müssen. Hintergrund waren milliardenschwere Rekordabschreibungen der Bank infolge der Kreditkrise, die zu einem Quartalsverlust von 2,24 Milliarden Dollar geführt hatten, dem höchsten Quartalsverlust in der 93-jährigen Geschichte des Unternehmens.
Thain hat sich als langjähriger Manager bei der Investmentbank Goldman Sachs einen Namen gemacht. Er war auch im Gespräch für den ebenfalls vakanten Spitzenjob beim größte US-Finanzkonzern Citigroup. In seiner Amtszeit seit Januar 2004 hat Thain die Nyse zu einem weltweiten Konzern ausgebaut und selbst an die Börse gebracht. Sein größter Erfolg war die diesjährige Fusion mit der europäischen Mehrländerbörse Euronext, bei der er die Deutsche Börse ausstach.
Der neue Nyse-Chef Niederauer kam erst im April zu dem Börsenbetreiber. Zuvor war der erfahrene Broker bei Goldman Sachs in führender Position für den elektronischen Aktienhandel zuständig. Analyst Rob Rutschow von der Deutsche Bank Securities bewertete den Wechsel von Thain als einen schweren Schlag für die Börse. Mit Niederauer zeichne sich aber eine Rückkehr zum klassischen Börsenverständnis der Plattform für den Aktienhandel ab. (nz/dpa/AP)

