netzeitung.deAirlines tricksen beim Online-Verkauf

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Drehkreuz Frankfurter Flughafen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Drehkreuz Frankfurter Flughafen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die EU-Kommission hat zahlreiche Fluggesellschaften wegen irreführender Lockangebote im Internet gerügt. Die Airlines haben nun vier Monate Zeit, um ihre Verkaufspraktikten zu ändern.

Beim Verkauf von Online-Tickets bedienen sich zahlreiche Fluggesellschaften irreführender Lockangebote. Bei Überprüfung von 447 einschlägigen Internet-Portalen seien auf 226 Websites Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften festgestellt worden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.

Den Webseiten-Betreibern räumt Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva nun vier Monate Zeit ein, um ihre Verkaufspraktiken zu ändern. Andernfalls will sie im Januar die Namen der betroffenen Unternehmen veröffentlichen. Die Internetseiten wurden von Verbraucherschutzbehörden in 15 EU-Staaten sowie in Norwegen überprüft, Deutschland war an der Untersuchung nicht beteiligt.
Preise ohne Steuern und Gebühren
Unzulässig sei, dass der Ticketpreis bei Beginn der Buchung häufig ohne Steuern und sonstige Gebühren angegeben werde, so die Kritik. Zudem würden auf der Eingangsseite der Verkaufsportale häufig Niedrigpreise angegeben, die nur in begrenzter Menge oder für einen bestimmten Zeitraum erhältlich seien, ohne dass diese Einschränkungen deutlich gemacht würden.

Die EU-Kommission warf den Fluggesellschaften darüber hinaus vor, Verbrauchern Reiseversicherungen und andere Zusatzleistungen aufzudrängen. Grundsätzlich können Verbraucher durch Ankreuzen von Kästchen auf den Websites entscheiden, ob sie diese Angebote wahrnehmen wollen. Die Untersuchung habe jedoch ergeben, dass die Kreuze oft schon automatisch gesetzt seien und von den Verbrauchern extra entfernt werden müssten, wenn sie die entsprechende Leistung nicht wünschten, erklärte die Kommission. Zudem würden die Kunden über die Bedingungen für eine Stornierung oder Verschiebung ihres Flugs oft nicht informiert. (AP)