netzeitung.deDeutscher Mittelstand zu wenig innovativ

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Mitarbeiter von Hauff-Technik fertigt Dichtungssysteme (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mitarbeiter von Hauff-Technik fertigt Dichtungssysteme
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Geldprobleme und zu geringe Risikofreude hindern laut einer Studie deutsche Mittelständler daran, neue Produkte zu entwickeln. Damit gefährden die Firmen jedoch ihre Konkurrenzfähigkeit.

Der deutsche Mittelstand forscht und entwickelt laut einer Studie zu wenig und droht dadurch im internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen zu geraten. Von den 3,5 Millionen Handwerksbetrieben, Händlern und Firmen hätten im vergangenen Jahr nur 43 Prozent erfolgreich neue Produkte eingeführt, lautet das Ergebnis des «Mittelstandspanels 2007», das die staatseigene KfW-Bankengruppe am Mittwoch in Frankfurt vorstellte.

Ihr Anteil sei zwar von 38 Prozent im Jahr 2002 leicht gestiegen, allerdings handelte es sich bei vielen Neuerungen um imitierte Ideen und Prozesse statt echter Marktneuheiten. Der Anteil der Unternehmen mit kontinuierlicher Forschung stagniere bei neun Prozent.

Grund dafür sei, dass viele Mittelständler die Risiken scheuten, aber auch Geldprobleme hätten. Fast die Hälfte der kontinuierlich forschenden Mittelständler habe 2006 bei Kreditverhandlungen kein Darlehen von der Bank erhalten. «Hier besteht ernsthafter Anlass zur Sorge», sagte die Vorstandschefin der KfW-Bankengruppe, Ingrid Matthäus-Maier. Innovative Unternehmen würden mehr Arbeitsplätze schaffen. Die KfW-Bankengruppe fördert daher seit Jahresbeginn gezielt kleine Mittelständler mit Krediten.

Der Konjunkturaufschwung hat laut Studie inzwischen den gesamten Mittelstand voll erfasst. Kleine und mittlere Firmen erhöhten ihre Investitionen im vergangenen Jahr um elf Milliarden auf rund 193 Milliarden Euro. Das sei der erste Investitionszuwachs seit Jahren, hieß es. Dieser Trend werde sich auch im laufenden Jahr fortsetzen. Für das Mittelstandspanel wurden 10.000 mittelständische Unternehmen aller Branchen befragt. (dpa)