netzeitung.deAuch Bank of America muss massiv abschreiben

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Die US-Immobilienkrise macht sich deutlich bemerkbar. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die US-Immobilienkrise macht sich deutlich bemerkbar.
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Das Ausmaß der US-Hypothekenkrise kommt Stück für Stück ans Licht. Nun muss auch die Bank of America Abschreibungen in Milliardenhöhe tätigen.

Als weitere Großbank muss der zweitgrößte US-Finanzkonzern Bank of America Milliardenabschreibungen infolge der Kreditkrise vornehmen. Im laufenden vierten Quartal schreibt die Großbank rund drei Milliarden Dollar auf ihren Bestand an besicherten Wertpapieren ab. Sollten sich die Marktbedingungen nochmals verschlechtern, könnten weitere Abschreibungen hinzukommen, sagte der Finanzchef der Bank of America, Joe Price, am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in New York.

Insgesamt haben die großen US-Banken bisher wegen der Kreditkrise zusammen weit mehr als 45 Milliarden Dollar an Wertverlusten bereinigen müssen. Allein der größte US-Finanzkonzern Citigroup gab voraussichtliche Abschreibungen von mehr als 13 Milliarden Dollar bekannt – die höchste Einzelsumme unter den Banken.

Grund für die Bereinigungen bei der Bank of America sind wie zuvor bei den anderen Instituten Wertpapiere, die auf zweitklassigen Hypothekenkrediten basieren. Es sei derzeit sehr schwierig, den genauen Wert der Papiere zu ermitteln, räumte Price laut Redetext ein. Die Bank werde bis zur Vorlage des Jahresergebnisses im Januar keine aktualisierten Schätzungen bekanntgeben.

Einigung von Visa mit Amex belastet
Hinzu kommt eine weitere Belastung durch den rund zwei Milliarden Dollar teuren Vergleich des Kreditkartenanbieters Visa, an dem die Bank beteiligt ist, mit dem Konkurrenten American Express. Dies werde im vierten Quartal zu einer Belastung von 230 Millionen Dollar führen, sagte Price. Der für die nächsten Monate geplante Visa-Börsengang werde diese Kosten aber mehr als kompensieren.

Allerdings könne der entsprechende Erlös erst im ersten Quartal 2008 verbucht werden, sagte der Finanzchef. Noch im vierten Quartal werde dagegen der Verkauf des Vermögensverwalters Marisco Capital Management positiv zu Buche schlagen und den Vorsteuergewinn um 1,4 Milliarden Dollar erhöhen.

Die Bank verwies zudem auf die hohen potenziellen Bewertungsreserven aus ihrer Beteiligung an der China Construction Bank (CCB). Die vor zwei Jahren für rund drei Milliarden Dollar gekaufte 8,5-prozentige Beteiligung sei inzwischen rund 19 Milliarden Dollar wert. Zudem habe die Bank of America eine Option, ihren Anteil auf bis zu 19,9 Prozent zu einem festen Preis zu erhöhen. Alles in allem habe die US-Bank dadurch im Augenblick Bewertungsreserven aus ihrer CCB-Beteiligung von mehr als 30 Milliarden Dollar, die sie in den kommenden zwei bis drei Jahren in die Bilanz einfließen lassen kann. (dpa/dpa-AFX)