GDL stellt Bahn Ultimatum bis Montag
26.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die GDL hatte am Freitagmorgen ihren bislang längsten Streik im Regional- und S-Bahnverkehr der Deutschen Bahn beendet. Der Ausstand hatte in der Nacht zum Donnerstag um 2 Uhr begonnen. Die Auswirkungen des Streiks werden im Regionalverkehr allerdings bis in den Nachmittag zu spüren sein. Die Bahn teilte am Morgen mit, die Züge könnten auch nach dem Ende des Streiks erst nach und nach wieder nach dem regulären Fahrplan verkehren.
Die Bahn hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass bis 21 Uhr bereits 11.000 Nahverkehrszüge ausgefallen waren. Der Streik hatte am Donnerstag um 2 Uhr begonnen. Daran beteiligten sich nach Angaben der Bahn etwa 2100 Lokführer, knapp die Hälfte davon in Ostdeutschland, wo die GDL nach eigenen Angaben einen Organisationsgrad von etwa 90 Prozent hat.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) forderte die Kontrahenten im Tarifstreit erneut nachdrücklich auf, endlich zu einer Einigung zu kommen. «Die beiden Parteien müssen wieder an einen Tisch», sagte der Minister der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse». Es gehe auch um wichtige volkswirtschaftliche Auswirkungen. «Ich appelliere deshalb erneut an beide Seiten, sich der Dimension dieses Tarifstreits bewusst zu sein.» Eine Einmischung des Eigentümers in den Streit lehnt Tiefensee aber weiterhin ab. (dpa/AP)

