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BP erleidet erheblichen Gewinnrückgang

23. Okt 2007 11:32, ergänzt 14:36
Im abgelaufenen Quartal ging bei BP die Produktion um vier Prozent zurück.
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Produktionsausfälle und sinkende Gaspreise haben BP belastet: Der Gewinn des britischen Ölkonzerns brach im abgelaufenen Quartal kräftig ein.

Der britische Ölkonzern BP hat im dritten Quartal einen massiven Gewinneinbruch erlitten und hofft nun auf eine Wende im nächsten Jahr. Aufgrund sinkender Gaspreise, Produktionsausfälle sowie niedrigerer Margen im Raffinerie-Geschäft brach der Überschuss von Juli bis September um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte.

BP-Vorstandschef Tony Hayward sprach von einem «fürchterlichen Quartal». Bereits im laufenden vierten Quartal soll die Produktion von Öl und Gas durch die erfolgte Instandsetzung einzelner Werke aber wieder anziehen. Das Unternehmen hatte bereits Anfang des Monats eine Verschlankung und Neuausrichtung des Geschäfts angekündigt. «Die volle Wirkung wird vielleicht noch nicht im vierten Quartal zu sehen sein, aber sehr wohl in 2008», sagte ein Sprecher am Dienstag.

Schiffsunfall unterbricht Förderung

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Der Überschuss nach Minderheiten sackte im dritten Quartal von 6,231 auf 4,406 Milliarden Dollar ab. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten verringerte sich um 45 Prozent auf 3,867 Milliarden Dollar. Die Produktion ging im Quartal um vier Prozent zurück. Im Gesamtjahr will BP nach wie vor 3,8 bis 3,9 Millionen Barrel Öläquivalent am Tag fördern.

Ausschlaggebend für den Produktionsrückgang waren neben zahlreichen Reparaturarbeiten an verschiedenen Öl- und Gasfeldern die teilweise Stilllegung der CATS-Pipeline in der Nordsee nach einem Schiffsunfall. BP musste die Produktion dort von Anfang Juli bis Mitte September einstellen. Auch das russische Joint-Venture TNK-BP lieferte weniger, ebenso die US-Raffinerien in Whiting und Texas City.

Warnungen im Vorfeld

BP ist der erste große europäische Ölkonzern, der seine Geschäftszahlen vorlegt. Der Markt war bereits vorgewarnt gewesen, dass BP mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisse aufwarten würde. Analysten zufolge dürfte der Konzern aber das Schlimmste hinter sich haben und durch den angekündigten Konzernumbau künftig effizienter und vor allem kostensparender wirtschaften.

BP-Chef Hayward will den Konzern nicht mehr in verschiedenen Sparten führen, sondern das gesamte Geschäft in Ölförderung sowie Raffinerie & Vermarktung organisieren. Auch Stellenstreichungen sind nicht ausgeschlossen. Die in London notierte BP-Aktie legte in einem festen Gesamtmarkt um 1,57 Prozent auf 614,50 Pence zu.

Die Hoffnung des Konzerns ruht nun auf neuen Projekten. In Angola wurde die Arbeit auf dem Greater Plutonio-Feld Anfang Oktober aufgenommen. Bis Ende 2008 soll das verschobene Ölplattform-Projekt Thunder Horse starten. Das Feld mit geschätzten Ölreserven von 1,5 Milliarden Barrel gilt als das größte im Golf von Mexiko. Allerdings hatte Hurrikan Dennis 2005 die Thunder-Horse-Plattform schwer beschädigt, was zu jahrelangen Reparaturarbeiten geführt hatte. (dpa-AFX)

 
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