BP ist der erste große europäische Ölkonzern, der seine Geschäftszahlen vorlegt. Der Markt war bereits vorgewarnt gewesen, dass BP mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisse aufwarten würde. Analysten zufolge dürfte der Konzern aber das Schlimmste hinter sich haben und durch den angekündigten Konzernumbau künftig effizienter und vor allem kostensparender wirtschaften.BP-Chef Hayward will den Konzern nicht mehr in verschiedenen Sparten führen, sondern das gesamte Geschäft in Ölförderung sowie Raffinerie & Vermarktung organisieren. Auch Stellenstreichungen sind nicht ausgeschlossen. Die in London notierte BP-Aktie legte in einem festen Gesamtmarkt um 1,57 Prozent auf 614,50 Pence zu.
Die Hoffnung des Konzerns ruht nun auf neuen Projekten. In Angola wurde die Arbeit auf dem Greater Plutonio-Feld Anfang Oktober aufgenommen. Bis Ende 2008 soll das verschobene Ölplattform-Projekt Thunder Horse starten. Das Feld mit geschätzten Ölreserven von 1,5 Milliarden Barrel gilt als das größte im Golf von Mexiko. Allerdings hatte Hurrikan Dennis 2005 die Thunder-Horse-Plattform schwer beschädigt, was zu jahrelangen Reparaturarbeiten geführt hatte. (dpa-AFX)