Das Wachstum will Bosch vor allem aus eigener Kraft stemmen, wobei Fehrenbach Akquisitionen aber nicht ausschließt. Schwerpunkt der Investitionen von Bosch sind Umwelt und Ressourcen schonende Technologien in der Kraftfahrzeugtechnik. «2015 wird jedes zweite Auto in Asien hergestellt», erwartet der Bosch-Chef. Und der Stuttgarter Zulieferer wolle das Geschäftsvolumen mit den asiatischen Automobilherstellern deutlich ausbauen. Bosch habe auch die richtigen Produkte für den Markt der «Low Price Vehicles» (Billig-Autos unter 7000 Euro); deren Anteil werde am weltweiten Markt bis 2015 auf 15 Prozent wachsen und jährlich mit rund sechs Prozent plus doppelt so schnell wachsen wie der gesamte Automobilmarkt.
Außerdem: Der saubere Diesel in Asien komme, und in China werde das Thema Sicherheit jetzt großgeschrieben, weshalb Bosch die Produktion von ABS, ESP und Airbags dort ausbaue, sagte Fehrenbach. Bosch will aber auch auf seinen anderen Geschäftsfeldern in Asien wachsen, zumal Länder wie China, Indien und Thailand hohe zweistellig Milliardenbeträge für Infrastrukturmaßnahmen ausgeben.
In Asien kommt Bosch auch bei den Endverbraucher voran. Dafür habe nicht zuletzt der Verkauf von einer Million Kühlschränken und 400 000 Waschmaschinen in China gesorgt, sagte Asien/Pazifik-Chef Rudolf Colm. Und auch die Automatisierung des weltgrößten Riesenrades in Peking mit seinen 200 Metern Durchmesser durch Bosch Rexroth könnte dazu beitragen, hoffen die Bosch-Manager. (dpa)