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Bosch will Asien-Umsatz verdreifachen

21. Okt 2007 13:04
Bosch-Chef Fehrenbach blickt optimistisch nach Asien
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Bis 2015 will Bosch seinen Umsatz in Asien kräftig steigern. In diesem Jahr erwartet der weltgrößte Autozulieferer bereits einen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro in der Region.

Der Automobilzulieferer und Elektrokonzern Bosch will seinen Umsatz in Asien bis 2015 verdreifachen und damit in eine neue Dimension hineinwachsen. Die Bosch-Gruppe wolle in der weltweiten Wachstumsregion Nummer eins zu diesem Zeitpunkt auf ein Umsatzvolumen von 22 Milliarden Euro kommen, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach anlässlich der Eröffnung des neuen koreanischen Hauptsitzes in Seoul. «Das Asiengeschäft soll dann gut 25 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen.»

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2007 erwartet der weltgrößte Automobilzulieferer einen Asien-Umsatz von 7,4 Milliarden Euro, was einem Plus von acht Prozent entspricht, in lokalen Währungen sogar 13 Prozent mehr ausmacht. Die Stuttgarter Robert Bosch GmbH ist in der Region bereits an 58 Standorten aktiv und beschäftigt konzernweit 2007 rund 50.000 Mitarbeiter, 7500 mehr als 2006. 7000 Mitarbeiter sind in der Forschung und Entwicklung tätig.

Bosch will von 2008 bis 2010 wie schon in den drei Jahren zuvor erneut 1,4 Milliarden Euro in der Boom-Region investieren. «Asien/Pazifik ist d e r Wachstumstreiber und bis 2015 die stärkste Wirtschaftsregion», sagte Fehrenbach. Dann würde dort mit 53,3 Billionen Euro bereits die Hälfte des weltweiten Wachstums am Bruttoinlandsprodukt generiert.

Umweltschonende Technologien

Das Wachstum will Bosch vor allem aus eigener Kraft stemmen, wobei Fehrenbach Akquisitionen aber nicht ausschließt. Schwerpunkt der Investitionen von Bosch sind Umwelt und Ressourcen schonende Technologien in der Kraftfahrzeugtechnik.

«2015 wird jedes zweite Auto in Asien hergestellt», erwartet der Bosch-Chef. Und der Stuttgarter Zulieferer wolle das Geschäftsvolumen mit den asiatischen Automobilherstellern deutlich ausbauen. Bosch habe auch die richtigen Produkte für den Markt der «Low Price Vehicles» (Billig-Autos unter 7000 Euro); deren Anteil werde am weltweiten Markt bis 2015 auf 15 Prozent wachsen und jährlich mit rund sechs Prozent plus doppelt so schnell wachsen wie der gesamte Automobilmarkt.

Außerdem: Der saubere Diesel in Asien komme, und in China werde das Thema Sicherheit jetzt großgeschrieben, weshalb Bosch die Produktion von ABS, ESP und Airbags dort ausbaue, sagte Fehrenbach. Bosch will aber auch auf seinen anderen Geschäftsfeldern in Asien wachsen, zumal Länder wie China, Indien und Thailand hohe zweistellig Milliardenbeträge für Infrastrukturmaßnahmen ausgeben.

In Asien kommt Bosch auch bei den Endverbraucher voran. Dafür habe nicht zuletzt der Verkauf von einer Million Kühlschränken und 400 000 Waschmaschinen in China gesorgt, sagte Asien/Pazifik-Chef Rudolf Colm. Und auch die Automatisierung des weltgrößten Riesenrades in Peking mit seinen 200 Metern Durchmesser durch Bosch Rexroth könnte dazu beitragen, hoffen die Bosch-Manager. (dpa)

 
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