netzeitung.deLokführer bleiben im Bahn-Streit hart

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Bahn-Streiks doch noch in dieser Woche? (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bahn-Streiks doch noch in dieser Woche?
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Vor dem Spitzengespräch mit dem Aufsichtsrat und Bahn-Chef Mehdorn machen die Lokführer noch mal Druck. Wenn es kein neues Angebot gibt, kommt es am Freitag zum Streik.

Neue Verhandlungen statt Streik: Bahn und Lokführergewerkschaft unternehmen am Donnerstag einen weiteren Versuch, Bewegung in den verfahrenen Tarifkonflikt zu bringen. Auf Einladung des Aufsichtsrates der Bahn kommen am Nachmittag Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn und GDL-Chef Manfred Schell zu einem Spitzentreffen zusammen. Anzeichen für ein Einlenken des Managements oder der Lokführergewerkschaft gab es zunächst nicht. Die für Donnerstag angekündigten bundesweiten Streiks im Nahverkehr hatte die GDL ausgesetzt.

Schon am Freitag könnte es zu Arbeitsniederlegungen kommen: Die Bahn müsse endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, forderte der stellvertretende Bundesvorsitzende der GDL, Günther Kinscher, im RBB. «Grundlage ist der eigenständige Tarifvertrag.» Bahnchef Mehdorn müsse seine Zusage im Moderatorengespräch einhalten. Dass es am Freitag zu den Arbeitsniederlegungen komme, «liegt im Bereich des Möglichen», sagte Kinscher. Die Entscheidung über einen Streik soll unabhängig vom Spitzentreffen der GDL fallen.

Gewerkschaftsvorsitzender Schell hatte weitere Streiks nur für den Fall ausgeschlossen, dass die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen werden. Neben einem eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer verlangt die GDL bis zu 31 Prozent mehr Geld, hat aber bereits Verhandlungsbereitschaft über die Höhe signalisiert.

Der Parlamentskreis Mittelstand der Unionsfraktion im Bundestag (PKM) forderte Bahnchef Mehdorn auf, den Forderungen der Gewerkschaft GDL nach einem eigenen Tarifvertrag nicht nachzugeben. «Wir erwarten von ihm, dass er keinen Spartentarifvertrag abschließt», sagte PKM-Chef Michael Fuchs (CDU) der «Passauer Neuen Presse».

Die Tarifeinheit im Betrieb müsse erhalten bleiben. «Das liegt im gesamtwirtschaftlichen Interesse», sagte Fuchs. Andernfalls drohe auch in anderen Branchen eine Zersplitterung der Tariflandschaft. (nz/dpa/AP)