netzeitung.deTaktik bestimmt den Bahn-Streit

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Will verhandeln, aber nicht nachbessern: Hartmut Mehdorn (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Will verhandeln, aber nicht nachbessern: Hartmut Mehdorn
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Einen Tag vor dem nächsten Lokführer-Streik hat die Bahn geschickt zu Verhandlungen aufgerufen. Ein neues Tarifangebot will der Konzern aber nicht vorlegen.

Die Deutsche Bahn hat sich im Tarifstreit mit der Lokführergewerkschaft GDL zu weiteren Verhandlungen bereit gezeigt. Vorstandschef Hartmut Mehdorn forderte am Mittwoch den GDL- Vorsitzenden Manfred Schell auf, das Gespräch mit der Bahn zu suchen. «Herr Schell, kehren Sie an den Verhandlungstisch zurück, wir sind dazu auch kurzfristig bereit», sagte Mehdorn.

Zugleich wies Mehdorn Vorwürfe der GDL zurück, das Unternehmen wolle die GDL vernichten. «Niemand stellt die Existenz der GDL in Frage. Es geht einzig und allein darum, Forderungen abzuwehren, die das Unternehmen wirtschaftlich nicht verkraften kann», sagte Mehdorn. Es gehe darum, eine Spaltung der Belegschaft zu verhindern.

Schell hatte der Bahn am Dienstag vorgeworfen, der Konzern wolle die GDL «eliminieren» und nicht mehr verhandeln. Die Gewerkschaft will nur in neue Verhandlungen eintreten, wenn die Bahn ein verbessertes Angebot vorlegt. Das lehnt der Konzern jedoch ab.

Die Lokführergewerkschaft will am Mittwochnachmittag bekannt geben, ob sie am Donnerstag streikt. Im Falle eines Streiks werde gegen 16 Uhr eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben, hieß es. Die Gewerkschaft hatte am Vortag mitgeteilt, ganztägige Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr seien wahrscheinlich. (dpa/AP)