Bahn zieht gegen Arbeitskampf vor Gericht
02.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Bahn bestätigte die Einreichung des Antrags in Chemnitz. Dort sei ein Hauptsacheverfahren anhängig, sagte ein Sprecher. Der Konzern rechne damit, dass einer der Schwerpunkte des angekündigten GDL-Streiks in den neuen Bundesländern sein werde. Laut Gericht wurden die Anträge von den Bahntöchtern DB Regio AG, DB RegioNetz Verkehrs GmbH sowie dem Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister gestellt.
Im August hatte zuletzt das Arbeitsgericht Nürnberg Streiks der Lokomotivführer untersagt, bevor es zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen kam. Am Montag hatte die Bahn die Forderung der Lokführergewerkschaft nach einem eigenständigen Tarifvertrag erneut zurückgewiesen. Der Konzern bietet der GDL weiterhin an, den mit den anderen beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA schon besiegelten Abschluss mit 4,5 Prozent Einkommensplus zu übernehmen.
Zudem könnte bei Mehrarbeit mehr Geld gezahlt werden, woraus weitere Einkommenssteigerungen von bis zu 5,5 Prozent folgen. Insgesamt könne dies auf rund zehn Prozent Verbesserung hinauslaufen. Die GDL lehnt das Angebot ab und wirft der Bahn vor, das Ergebnis der Moderatorenrunde mit den CDU-Politikern Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler «völlig ignoriert» zu haben. (nz/dpa/AP)

