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EADS entscheidet sich gegen Augsburg

27. Sep 2007 14:28
In Augsburg werden auch Teile für den A380 gefertigt
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Zu den drei schon zum Verkauf stehenden Airbus-Werken kommt noch eins dazu. Wie schon seit längerem erwartet, hat der Konzern vor, auch die Fabrik in Augsburg zu veräußern.

Das Augsburger Werk des EADS-Konzerns soll verkauft werden. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Louis Gallois am Donnerstag mit. «Wir haben beschlossen, Augsburg für die Liste der zum Verkauf stehenden Werke vorzuschlagen», sagte Gallois auf einer Pressekonferenz. Die endgültige Entscheidung werde fallen, wenn das Unternehmen Angebote von Kaufinteressenten erhalten habe.

Beschlossen ist bereits die Ausgliederung der drei deutschen Werke in Nordenham, Laupheim und Varel. Sie gehören zur angeschlagenen EADS-Flugzeugtochter Airbus, Augsburg ist hingegen der Rüstungssparte des Konzerns zugeordnet - produziert aber hauptsächlich Teile für Airbus-Flugzeuge.

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In Augsburg fertigen 2000 Festangestellte und 700 Leiharbeiter Bauteile sowohl für die zivilen Airbus-Flugzeuge als auch für den Eurofighter. Produziert werden vor allem Airbus-Hecksektionen, Bauteile für die große A380 und den Militärtransporter A400 M sowie die Rumpfmittelteile des Eurofighters. In der Vergangenheit hatte bereits Gerüchte die Runde gemacht, das Werk stehe im Zuge der Airbus-Sanierung zur Disposition. Kaufinteressenten würden sich das Augsburger Werk anschauen und Lösungen vorschlagen, sagte Gallois bei der Eröffnung des neuen EADS-Standortes Elancourt bei Paris.

Mitarbeiter und Management des bayrischen Standortes hätten den Schritt selbst vorgeschlagen. «Sie wissen, das Teile des A350-Programms ausgegliedert werden. Wenn sie einen wichtigen Anteil an dem Programm haben wollen, müssen sie das Unternehmen verlassen.» Airbus verhandelt derzeit noch mit fünf Interessenten für insgesamt sieben zum Verkauf stehende Werke. Zu den Bietern gehören auch die deutschen Unternehmen Voith und MT Aerospace.

Wer den Zuschlag für die Werke erhält, soll bis Ende des Jahres entschieden werden. Neben den vier deutschen Standorten will sich Airbus von den französischen Werken Méaulte und St. Nazaire und dem britischen Werk in Filton trennen. Ziel von Airbus ist es, nach dem Vorbild des US-Konkurrenten Boeing ein Netzwerk von Zulieferern aufzubauen. Die neuen Partner sollen erheblich an den Risiken des Geschäfts beteiligt werden. Vorgesehen ist auch, dass sie die Steuerung, die Investitionen und die weitere Entwicklung der Werke übernehmen und ihre Beteiligung an weiteren Airbus-Programmen sicherstellen. (nz/AP)

 
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