EADS entscheidet sich gegen Augsburg
27.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Beschlossen ist bereits die Ausgliederung der drei deutschen Werke in Nordenham, Laupheim und Varel. Sie gehören zur angeschlagenen EADS-Flugzeugtochter Airbus, Augsburg ist hingegen der Rüstungssparte des Konzerns zugeordnet - produziert aber hauptsächlich Teile für Airbus-Flugzeuge.
Mitarbeiter und Management des bayrischen Standortes hätten den Schritt selbst vorgeschlagen. «Sie wissen, das Teile des A350-Programms ausgegliedert werden. Wenn sie einen wichtigen Anteil an dem Programm haben wollen, müssen sie das Unternehmen verlassen.» Airbus verhandelt derzeit noch mit fünf Interessenten für insgesamt sieben zum Verkauf stehende Werke. Zu den Bietern gehören auch die deutschen Unternehmen Voith und MT Aerospace.
Wer den Zuschlag für die Werke erhält, soll bis Ende des Jahres entschieden werden. Neben den vier deutschen Standorten will sich Airbus von den französischen Werken Méaulte und St. Nazaire und dem britischen Werk in Filton trennen. Ziel von Airbus ist es, nach dem Vorbild des US-Konkurrenten Boeing ein Netzwerk von Zulieferern aufzubauen. Die neuen Partner sollen erheblich an den Risiken des Geschäfts beteiligt werden. Vorgesehen ist auch, dass sie die Steuerung, die Investitionen und die weitere Entwicklung der Werke übernehmen und ihre Beteiligung an weiteren Airbus-Programmen sicherstellen. (nz/AP)

