N24 gibt Online-Portal oberste Priorität
27.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Anfang 2008 soll sich N24 im Internet mit einem neuen Portal präsentieren. Dazu investiert das Unternehmen rund zehn Millionen Euro in den Ausbau des Onlineangebots. Dass N24 diesen Schritt erst verhältnismäßig spät geht, erklärt de Posch damit, dass es in den vergangenen Jahren «um ganz andere, existenzielle Fragen» bei N24 ging nämlich, «ob der Sender überhaupt weitermacht oder nicht».
Das stehe mittlerweile aber nicht mehr zur Debatte. «Jetzt können wir die nächste Stufe nehmen und den Sender zu einem multimedialen Unternehmen ausbauen», sagte de Posch. Er erhofft sich damit nicht nur einen Schub bei den Werbeerlösen, angestrebt wird dem Bericht zufolge auch eine breitere Vermarktung der Nachrichteninhalte, die N24 bislang nur an die Schwestersender im Konzern verkauft.
«Denkbar wären als Partner Printkonzerne wie Springer, Holtzbrinck oder Burda», sagte de Posch. «Die steigende Nachfrage nach Bewegtbildern durch die Digitalisierung sind für einen Nachrichtenkanal ein großer Pluspunkt.» Auch beim Handy-TV sehe der ProSiebenSat1-Chef Potenzial, hieß es. Hintergrund ist, dass der Konzern für die Nachrichtentochter nur noch begrenzte Wachstumsmöglichkeiten im klassischen Fernsehgeschäft sieht. Der Marktanteil lasse sich kaum mehr steigern, sagte N24-Chef Torsten Rossmann der Zeitung. (nz)

