25. Sep 2007 12:20
Man fühlt sich an die Zeiten der New Economy erinnert: Microsoft will bei der Internet-Community Facebook einsteigen - ein Fünf-Prozent-Anteil würde 500 Millionen Dollar kosten.
Die von der Wirtschaftszeitung genannte Summe ruft dabei Erinnerungen an die New Economy zur Jahrtausendwende wach: Der Fünf-Prozent-Anteil würde demnach 500 Millionen Dollar kosten – das gesamte Startup-Unternehmen wäre damit rund zehn Milliarden Dollar wert.Dem Bericht nach ist Konkurrent Google ebenfalls an Facebook interessiert. Microsoft hat bereits eine Werbepartnerschaft mit Facebook, die sich jedoch auf die USA beschränkt und 2011 ausläuft. Allerdings könnten auch beide nicht zum Zug kommen: Den nicht weiter genannten Quellen zufolge ist für Facebook nicht nur das Geld allein relevant, sondern auch andere Vorteile, die die potenziellen Investoren Facebook anbieten könnten. Die drei Unternehmen lehnten einen Kommentar zu dem Bericht ab.
Microsoft erhoffe sich von dem Einstieg, das bisherige Internetangebot mit dem von Facebook verknüpfen und dabei vom wachsenden Nutzer-Pool der Community-Plattform profitieren zu können, hieß es. Facebook hat demnach mehr als 40 Millionen aktive User. Auf Facebook können sie eine selbst gepflegte Website einrichten, Fotos und Videos austauschen und miteinander kommunizieren. Facebook rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinn von 30 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 150 Millionen Dollar.
Facebook will laut «WSJ» mit den Einnahmen Zukäufe finanzieren, aber auch seine Infrastruktur ausbauen und das Personal aufstocken. Oberste Priorität habe aber die Entwicklung einer eigenen Werbeplattform, um Werbung zielgruppengenau Werbung zu platzieren. Womöglich würde Microsoft mit seinem Investment also einen direkten Rivalen aufpäppeln.
Facebook erwägt dem Bericht zufolge aber auch einen Einstieg von Finanzinvestoren – entweder als Ergänzung zu oder anstelle von strategischen Investoren wie Microsoft und Google. Bisher wird das Unternehmen von mehreren Venture-Capital-Unternehmen finanziert. Bisherige Versuche, das Startup-Unternehmen komplett zu übernehmen, seien von Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg verhindert worden. (nz)